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Das Hildebrandhaus (c) Monacensia im Hildebrandhaus
Maria-Theresia-Straße 23 Barrierefreier Eingang: Siebertstraße 2
81675 München
Leitung: Dr. Elisabeth Tworek
Öffnungszeiten: Bibliothek und Archiv: Mo-Mi, Fr 9.30-17.30 Uhr, Do 12-19 Uhr; nur Monacensia: Sa, So 11-18 Uhr
Telefon: 089/419472 -13 (-17)
Fax: 089/41947250
Website
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Monacensia im Hildebrandhaus

Die Monacensia im Hildebrandhaus ist das literarische Gedächtnis der Stadt München. Das Institut der Münchner Stadtbibliothek ist seit 1977 in der ehemaligen Künstlervilla des Bildhauers Adolf von Hildebrand (1847-1921) beheimatet. Die Sammlung umfasst derzeit rund 300 literarische Nachlässe und Konvolute von Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in enger Verbindung zu München stehen. Dazu gehören Annette Kolb, Frank Wedekind, Oskar Panizza, Franziska zu Reventlow, Ludwig Thoma, Lena Christ, Oskar Maria Graf, Therese Giehse, Gisela Elsner, Herbert Achternbusch, Herbert Rosendorfer und viele mehr. Mit den kompletten Nachlässen von Klaus Mann und Erika Mann, über 800 Briefen und Manuskripten von Thomas Mann sowie zahlreichen Archivalien von Golo, Monika, Michael und Elisabeth Mann ist die Monacensia eine auch international beachtete Forschungsstelle zur Familie Mann. Ein weiterer Sammlungsschwerpunkt sind Münchner Volkskünstler und Kabarettisten wie Liesl Karlstadt, Bally Prell, Roider Jackl, Erni Singerl und Jörg Hube.

Zur Monacensia gehört eine öffentliche Forschungsbibliothek mit einer einzigartigen Sammlung von Büchern zum Thema München. Durch vielfältige Formen der Literaturvermittlung wie wechselnde thematische Ausstellungen, Führungen, Lesungen, Vorträge und Seminare präsentiert die Monacensia ihre Bestände der Öffentlichkeit.

Monacensia-Gründer Hans Ludwig Held bei einer Ausstellungseröffnung Anfang der 1950er Jahre (Foto-Archiv Timpe / Bayerische Staatsbibliothek), eine Seite aus dem Tagebuch von Klaus Mann und die Bibliothek der Monacensia vor dem Umbau (© Monacensia)

Das Hildebrandhaus ist eine bedeutende Künstlervilla der Prinzregentenzeit. Es war der Wohnsitz des Bildhauers und Kunsttheoretikers Adolf von Hildebrand (1847-1921), der 1890 von der Stadt München den Auftrag zur Errichtung des Wittelsbacher Brunnens am heutigen Lenbachplatz erhalten hat. Das große Brunnenprojekt und Folgeaufträge festigten den Ruf Adolf von Hildebrands als „Künstlerfürst“, der sich mit dem Bau seines repräsentativen Wohn- und Atelierhauses am Münchner Isarhochufer in der Stadt etablierte. Die Entwürfe und Baupläne fertigte Hildebrand selbst, die Ausführung des 1898 fertig gestellten Baus übernahm der Architekt Gabriel von Seidl. In der unmittelbaren Nähe befinden sich die Villa Stuck und der Friedensengel.

1974 erwarb die Landeshauptstadt München das Hildebrandhaus mit Mitteln des neu geschaffenen Denkmalschutzfonds des Freistaates Bayern und rettete die Künstlervilla vor dem drohenden Abriss. Nach der Restaurierung des Hauses fand die Monacensia-Sammlung hier einen geeigneten Standort. Ab Anfang 2013 stand dem Hildebrandhaus ein erneuter Umbau mit einer Erweiterung bevor. Die Künstlervilla wurde in ihren Originalzustand zurückversetzt und mit attraktiverer Aufenthaltsqualität mehr als bisher der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Nach der Wiedereröffnung am 9. Dezember 2016 wartet die Monacensia mit einer zeitgemäß präsentierten Dauerausstellung zu Thomas Manns Zeit in München von der Bohème bis zum Exil und zur Geschichte des Hildebrandhauses auf.


Kommentare

Maurizio Brunacci am 21.06.2014 um 12:50

Guten Tag, Ich schreibe aus Rom. Ich suche das Photo Archiv von Hermann Uhde-Bernays, 1965 gestorben. Koennen Sie, bitte, mir helfen? Ich danke Ihnen. Saluti Maurizio Brunacci Via G. Spontini 20 00013 Mentana (Roma) Italien mauriziobrunacci@hotmail.com 373 8867 861 06 9092 364 http://www.brunacci.it/1908-1914--uhde-bernays-hermann.html. Eintrag in der Wikipedia: "Uhde-Bernays war der Sohn des Journalisten Hermann Uhde (1845–1879) und Stiefsohn von Michael Bernays. Er besuchte das Wilhelmsgymnasium München und machte dort 1893 Abitur. Sein Stiefvater überredete ihn, Jura in München zu studieren. Doch bald erkannte Uhde-Bernays, dass er lieber in die Fußstapfen seines Vaters treten würde und bezeichnet jene Münchner Jahre im Nachhinein als 'verlorene Zeit'. Folgend studierte er deutsche Literatur und Kunstgeschichte an den Universitäten München, Berlin und Heidelberg. Um 1900 vollendete er sein Studium mit der Promotion. Im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg erhielt er von 1901 bis 1903 eine Ausbildung als praktischer Assistent. Zu dieser Zeit verfasste er auch Theater- und Kunstkritiken für die Frankfurter Zeitung. Während einer Italienreise fasste er den Entschluss, sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen. Er ließ sich in München nieder und übersiedelte später nach Starnberg. 1914 wurde er zum kaiserlich-bayrischen Professor ernannt. Im NS-Regime erhielt Uhde-Bernays von 1937 bis 1945 Schreibverbot. Nach dem Krieg erhielt er 1946 eine Einstellung als Honorarprofessor für Neuere deutsche Literatur an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Hier blieb Uhde-Bernays bis zu seiner Emeritierung. Uhde-Bernays verkehrte in jungen Jahren in den Kreisen von Frank Wedekind. Er war Herausgeber der Kulturzeitschriften Leipziger Monatshefte und Cicerone und Mitglied im Corps Franconia München. Der Kunsthistoriker ist der Großvater von Bernhard Uhde. Uhde-Bernays wurde am 9. Oktober 1950 zum Ehrenbürger der Stadt Starnberg ernannt."



Peter Czoik am 30.06.2014 um 18:43

Sehr geehrter Herr Brunacci, im Archiv der Monacensia liegen keine Fotos oder Bilder vor, bitte wenden Sie sich deshalb an das Deutsche Kunstarchiv im Germanischen Nationalmuseum, wo der Nachlass von Uhde-Bernays liegt: http://www.nachlassdatenbank.de/viewsingle.php?category=U&person_id=54012&asset_id=59529&sid=2a90973753b12cf007415. Kontaktadresse: http://www.literaturportal-bayern.de/nachlaesse?task=lpbestate.default&type=institution&typeid=139



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