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Geb.: 22. 2.1905 in Nürnberg
Gest.: 17.10.1977 in London
Eugen Skasa-Weiß. Tukankreis-Lesung von Johannes Rüber und Eugen Skasa-Weiß am 18. April 1955 (Bayerische Staatsbibliothek/Timpe)
Namensvarianten: O. Skalberg (Pseud.)

Eugen Skasa-Weiß

Eugen Skasa-Weiß studiert Germanistik und Theaterwissenschaft in Kiel, Königsberg und Köln. Danach ist er als Redakteur in Köln tätig. Als freier Schriftsteller und Journalist lebt er schließlich in Grafing bei München.

Skasa-Weiß gilt unter Kennern als einer der Meister des klassischen Feuilletons in der Nachfolge von Alfred Polgar, Victor Auburtin und Peter Bamm. Neben vorwiegend heiteren Feuilletons (z.B. Die schnarchenden Gazellen. Versteckte Liebeserklärungen unter vier Augen, 1959; Bürobrüller, nicht wie du und ich, 1976) schreibt er u.a. Kritiken, Reiseberichte (Traumstraßen Deutschlands, 1973) und Sachbücher (Bergromantik in der Malerei des 19. Jahrhunderts, 1977; Wunderwelt der Technik im Deutschen Museum, 1980).

In seinen Texten kehren besonders Gärten, Bübereien und Katzen als Lieblingsthemen wieder. Aber auch die Figur des Grafen Erlenbar, dessen heiter-amouröse Erlebnisse (Graf Erlenbar, 1962; Die skurrilen Abenteuer des Grafen Erlenbar, 1964) sowie heiter-skurrile Geschichten wie in Amors fliegender Mantelknopf (1971) zählen zu seinen originellen Schöpfungen. Werke mit explizit bayerischem bzw. fränkischem Bezug sind das heitere Lebens- und Sittenbild der markgräflichen Residenz Ansbach im 18. Jahrhundert Demoiselle Clairon. Ansbachs kleine Landesmutter (1969), die in der Nachfolge Ludwig Thomas geschriebenen Vier in Lederhosen… Lausbubengeschichten, auch mit Mädels (1977), Deutschland deine Franken. Eine harte Nuß in Bayerns Maul (1975) und der Reise-Bildband Ins Land der Franken fahren (1990). Chinesische Farbholzschnitte bzw. Scherenspiele behandeln dagegen die Bücher Blütenzauber aus China (1958), Bambushalm und Pfirsichblüte. Farbholzschnitte aus der Pekinger Werkstätte (1959) sowie Chinesische Laternenbilder (1965).

1966 wird Eugen Skasa-Weiß mit dem Tukan-Preis, 1968 mit dem Theodor-Wolff-Preis und 1970 mit dem Schwabinger Kunstpreis ausgezeichnet. Er stirbt am 17. Oktober 1977 in London. Sein Nachlass wird in der Monacensia aufbewahrt.

Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek / Dr. Peter Czoik

Sekundärliteratur:

Große Bayerische Biographische Enzyklopädie (2005). Hg. von Hans-Michael Körner unter Mitarbeit von Bruno Jahn. Bd. 3. München, S. 1845.


Externe Links:

Literatur von Eugen Skasa-Weiß im BVB

Eugen Skasa-Weiß in der Deutschen Biographie

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