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Logo des Thomas-Mann-Forums. Die Zeichnung aus dem Bauplan von 1913 (© Stadtarchiv München) zeigt die Südseite des Hauses Poschingerstraße 1 im Münchener Herzogpark am östlichen Isarufer.
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Thomas-Mann-Forum München

Um die dauerhafte Erinnerung an den Schriftsteller und Nobelpreisträger Thomas Mann und den mehr als vierzigjährigen Aufenthalt der Familie Mann in München zu verankern, wird im Jahr 1999 der gemeinnützige Thomas-Mann-Förderkreis München e. V. gegründet. Hauptziel des Vereins ist anfangs der Auf- und Ausbau der zerstörten Villa der Manns im Herzogpark als Gedenk- und Dokumentationszentrum für Thomas Mann. Da dies jedoch nicht gelingt, wird dieses Anwesen mittlerweile am Institut für Theoretische Informatik der Universität der Bundeswehr virtuell in ihrer Erscheinungsform um 1930 rekonstruiert und demnächst für einen entsprechend virtuellen Musemsbesuch zugänglich gemacht.

Ein anderes Thomas-Mann-Haus in Bayern kann der Förderkreis bereits ab 1999 präsentieren: Schon im Gründungsjahr wird eine Dauerausstellung in Thomas Manns ehemaligem Sommerhaus, dem „Villino“ in Feldafing am Starnberger See, eingerichtet, das zu festgelegten Terminen besucht werden kann.

Das Villino während einer Veranstaltung mit Dirk Heißerer (stehend); der Vorstand des TMFM im Sommer 2012, v. l.: Erwin Schumacher (2. Vorsitzender), Dr. Rupert Pfeffer (Schatzmeister), Marianne Kunisch (Schriftführerin), Dr. Dirk Heißerer (1. Vorsitzender), Dr. Alexander Krause (Publikationen)

Der Verein entfaltet von Anfang an eine rege Informationsarbeit für seine derzeit 350 Mitglieder und für die Öffentlichkeit in Form von monatlichen Vorträgen, die an verschiedenen Orten in München stattfinden, meist in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie dem Literaturhaus München, der Monacensia und der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), wo in der Universitätsbibliothek eine Sammlung des Förderkreises mit dem Nachlass von Anita Naef, der letzten Sekretärin der Familie Mann, und Materialien des Villino-Freundes Dr. Georg Martin Richter bewahrt werden.

Auf Initiative des Förderkreises wird 2003 in der LMU eine Thomas-Mann-Halle eingerichtet; außerdem entsteht die Vortragsreihe „Thomas Mann in München“, die zu einer eigenen Thomas-Mann-Schriftenreihe führt. In München bringt der Verein an vier ehemaligen Wohn- und Schreiborten Thomas Manns Gedenktafeln an, dazu kommt eine Tafel auf dem Waldfriedhof am einstigen Familiengrab der Mutter Julia, der Schwester Carla und des Bruders Viktor mit Frau Nelly (Gestaltung der Tafeln: Joachim Jung; Robert Barta).

Ein weiteres Etappenziel auf dem Weg zu dauerhaften Formen der Erinnerung an Thomas Mann und die Seinen in München ist im Juni 2009 die Ankündigung des Münchener Oberbürgermeisters Christian Ude – nach einer von dem Schirmherrn Prof. Dr. Frido Mann angeregten Podiumsdiskussion im Münchener Literaturhaus –, dass nach dem großen Umbau der Monacensia ab 2014 im Hildebrandhaus eine Dauerausstellung unter dem Titel „Thomas Manns München“ präsentiert werden soll. Weiter ist in der Monacensia eine Bibliothek aller Buchausgaben Thomas Manns und seiner Kinder, auch in Übersetzungen, geplant.

Durch die Aufnahme des Förderkreises in die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten e.V. im September 2011 ist eine verstärkte und neue Zusammenarbeit mit anderen literarischen Gesellschaften möglich. In der Mitgliederversammlung vom 19. März 2012 wird die Umbenennung des Förderkreises in „Thomas-Mann-Forum München e.V.“ beschlossen.


Externe Links:

Villino-Besichtigungen

Thomas-Mann-Schriftenreihe

Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten

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