https://www.literaturportal-bayern.de/images/lpbinstitutions/2017/klein/alliteraverlag_164.jpg
Merianstraße 24
80637 München
Leitung: Alexander Strathern
Telefon: 089/13 92 90-46
Fax: 089/13 92 90-65
Website
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Allitera Verlag

Gemeinsam mit vier weiteren Verlagen (Verlag der Criminale, Lyrikedition, Die Schatzkiste, Buch&media) gründet der Verleger Wolfram Göbel 1999 in München den Allitera Verlag, dem anfangs ausschließlich das Book-on-Demand-Verfahren als Geschäftsmodell zugrunde liegt. Damit ist Allitera einer der ersten deutschen Verlage, die digital gedruckte Bücher anbieten. Gleichzeitig ist es erklärtes Anliegen des Verlegers, die sich entwickelnde BoD-Kultur durch anspruchsvolle Titel zu prägen und gesellschaftsfähig zu machen. Hierfür spezialisiert er sich auf Reprints vergriffener Titel und auf die Herstellung von wenig umfangreichen Büchern. Zu dieser Zeit stehen daher v.a. Kinder- und Jugendbücher, Lyrik und Krimis im Verlagsprogramm. Hier rührt auch der Name Allitera her, in Anlehnung an „Alliteration“ sowie „Literatur“.

Eine erste Schärfung des Profils erfährt der Allitera Verlag im Jahr 2001, als die „edition monacensia“ ins Leben gerufen wird. In dieser von Elisabeth Tworek herausgegebenen Reihe erscheinen Titel, die sich mit Münchner bzw. bayerischen Themen beschäftigen. Auch hier werden zunächst Werke einschlägiger Autoren verlegt, die im Buchhandel nicht mehr zu haben sind, z.B. Ludwig Thoma oder Franziska zu Reventlow, aber auch entsprechende Sachbücher werden aufgenommen. Zum Tafelsilber der Edition zählt bis heute eine inzwischen stattliche Reihe zu Oskar Maria Graf.

 

 

Zu finden in der edition monacensia: Carry Brachvogel, Lena Christ, Oskar Maria Graf und Mark Twain © Allitera Verlag

 

Seit 2008, und damit zu einer Zeit, in der die klassischen Verlage gerade das Print-on-Demand-Verfahren als Geschäftszweig entdecken, geht der Allitera Verlag den entgegengesetzten Weg. Fortan konzentriert sich der Verlag auf die Herstellung von Büchern, die vermehrt für den Buchhandelsverkauf konzipiert sind und in größeren Auflagen erscheinen.

2012 tritt Wolfram Göbel in den Ruhestand, neuer Geschäftsführer wird Alexander Strathern, der den Verlag 2017 auch kauft. Unter seiner Leitung wird der Bavarica-Bereich weiter ausgebaut, der bis heute mit zahlreichen Monographien, aber auch mit der Zeitschrift Literatur in Bayern, zentraler Schwerpunkt des Verlags ist. Im selben Jahr werden die vier anderen Verlage, die gemeinsam mit Allitera gegründet wurden, eingestellt, laufen aber bei Allitera als Reihen weiter.

Gegenwärtig hat der Allitera Verlag ca. 1000 Titel im Programm. Davon sind ungefähr 600 (von ca. 300 Autoren) primär für den Allitera Verlag entstanden. Bei den restlichen 400 Titeln handelt es sich um wiederaufgelegte Bücher.

Der Allitera Verlag setzt hauptsächlich auf das Konzept Sachbuch, das in nicht wenigen Fällen im akademischen Bereich angesiedelt ist. Hier stehen vor allem stadtgeschichtliche und regionalhistorische Werke im Mittelpunkt. Kooperationspartner sind beispielsweise die Ludwig-Maximilians-Universität (Arbeitsstelle für Literatur in Bayern, Lehrstuhl für Buchwissenschaft), der Bayerische Rundfunk, die Monacensia, das Münchner Stadtmuseum und das Stadtarchiv. In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Staatsbibliothek entstand 2014 das Buch Darf ich Ihnen meinen Wunschzettel mitteilen?" Die Bayerische Staatsbibliothek in der Literatur, herausgegeben von Waldemar Fromm und Stephan Kellner.

 

       

Vom Sachbuch bis zur Anthologie © Allitera Verlag

 

Zu den vielen Autorinnen und Autoren belletristischer Bücher gehören z.B. Waldemar Bonsels, Ludwig Ganghofer, Norbert Göttler, Stefan George, Paul Heyse, Gerd Holzheimer, Liesl Karlstadt, Thomas Kraft, Erich Mühsam, Dagmar Nick, Oskar Panizza, Josef Ruederer, Frank Schmitter, Arwed Vogel und Christine Wunnicke; aber auch Wiederentdeckungen wie die Otto Julius Bierbaums mit dem Buch Von Fiesole nach Pasing prägen das Verlagsprofil.

Seit einiger Zeit engagiert sich der Verlag auch verstärkt mit Titeln zu gesellschaftspolitischen Themen, etwa mit den Anthologien Die Hoffnung im Gepäck. Begegnungen mit Geflüchteten (hg. von Cornelia von Schelling und Andrea Stickel) und Das freie Wort. Vom öffentlichen Gebrauch der Vernunft im postfaktischen Zeitalter, herausgegeben von Johano Strasser.

Nachdem der Allitera Verlag 2015 einige renommierte Reihen des Musikverlags Hans Schneider Tutzing übernehmen konnte, hat er neben dem bayerischen auch einen musikwissenschaftlichen Schwerpunkt.

Der Allitera Verlag beschäftigt zehn feste und vier freie Mitarbeiter. Jährlich bringt er zwischen 50 und 60 Neuerscheinungen heraus.

Seine Verlagsräume hat der Verlag in der Merianstraße im Münchner Norden.


Externe Links:

Freundeskreis Allitera Verlag

 

Kommentar schreiben
Verwandte Inhalte
Städteporträts
Städteporträts
Mehr