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Ausgabe 128 (2017)
Frequenz: vierteljährlich
Auflage: 1.400 Exemplare
Preis: Einzelausg. € 7,50, Jahresabonnement (4 Ausg.) € 22, zzgl. Versand
Ort: München
Hg.: Gerd Holzheimer
Verlag: Allitera
Inhalt: Essays, Lyrik, Prosa, Rezensionen,
Kontakt:
Dr. Gerd Holzheimer
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Literatur in Bayern

Vierteljahresschrift für Literatur, Literaturkritik und Literaturwissenschaft

Spiegel bayerischer Literatur und Kultur, fundiert und unterhaltsam, Essays, Prosatexte und Gedichte von prominenten und unbekannten Autoren: das ist Literatur in Bayern. Seit über 30 Jahren informiert die Zeitschrift über das literarische Geschehen des Freistaats. Sie ist mit über 120 Ausgaben längst ein wichtiges Organ des hiesigen literarischen Feldes. Denn sie bedient sowohl das wissenschaftliche Publikum als auch kulturell interessierte Laien und Leser.

Literatur in Bayern ist dabei nicht im engeren Sinne akademisch, sondern eine unterhaltsame Schatzkiste bayerischer Literatur und benachbarter Künste. Hier findet man alles, was das literarische und kulturelle Bayernherz begehrt: Essays zu bayerischen Schriftstellern und bayerischen Themen wie zum Beispiel zur Sommerfrische in Oberbayern oder zu Franz von Kobell; außerdem Berichte zu wissenschaftlich relevanten Neuentdeckungen wie den Briefen Thomas Manns, die von seiner Tätigkeit im Literaturbeirat der Stadt München vor dem Zweiten Weltkrieg zeugen. Beiträge und Laudationes über literarische Veranstaltungen, Institutionen und Verlage Bayerns vermitteln zudem einen Überblick über die reichhaltige Literaturszene des Freistaats. Buchrezensionen sowie der Abdruck von originaler Lyrik und Prosa etablierter wie aufstrebender Schriftstellerinnen und Schriftsteller runden die Zeitschrift ab. Zu den vielen Autorinnen und Autoren, die hier bereits veröffentlicht haben, zählen Herbert Rosendorfer, Franz-Xaver Kroetz, Martin Sperr, Lena Gorelik, Thomas Lang, Dagmar LeupoldFitzgerald Kusz und Friedrich Ani.

 

   

 Die Ausgaben zu Ludwig Thoma (127/2017), Kinder- und Jugendliteratur (126/2016) und Migration (129/2017) © Literatur in Bayern

 

1985 gründet Professor Dr. Dietz-Rüdiger Moser, der langjährige Lehrstuhlinhaber für bayerische Literatur- und Kulturgeschichte an der LMU, Literatur in Bayern als Vierteljahresschrift. Der Lehrstuhl existiert nicht mehr, da das Institut für Bayerische Literaturgeschichte an der LMU im Jahr 2000 aufgelöst und zum Lehrstuhl für Bayerische Kulturgeschichte wird, welcher wiederum 2004 nach Mosers Emeritierung aufgehoben wird. Zusammen mit seiner Mitarbeiterin Dr. Carolin Raffelsbauer, fungiert Moser bis zu seinem Tod 2010 als Herausgeber, Redaktionsleiter und Autor für die Zeitschrift. Zwei Jahre lang übernimmt Frau Dr. Raffelsbauer die Herausgeberschaft zusammen mit Dr. Gerd Holzheimer. Inzwischen ist Gerd Holzheimer alleiniger Herausgeber; in einem frischen, modernisierten Gewand erscheint die Zeitschrift im März 2015 erstmals beim Münchner Allitera Verlag und möchte künftig noch mehr die jüngere Generation ansprechen.

In einem zugleich persönlichen wie für die Zeitschrift charakteristischen Rückblick auf 30 Jahre Literatur in Bayern erinnert sich Gerd Holzheimer: „Die drei Jahrzehnte des Bestehens der Zeitschrift kann ich einigermaßen überschauen, weil ich von Dietz-Rüdiger Moser am Anfang als Autor für die Literatur in Bayern eingeladen war. Als seinerzeit noch relativ junger Mann saß ich unter anderem mit Autoren wie Michael Ende oder August Kühn auf der Bühne, zwei Schriftsteller, welche die Spannweite von Mosers Spektrum nicht besser illustrieren könnten. Michael Ende, der eine, damals schon längst ein Autor von Weltformat, seit den Geschichten um Jim Knopf und später mit Momo und der Unendlichen Geschichte regelrecht mit Kultstatus versehen: ein freundlicher bescheidener Mann voller Zuwendung – der andere, August Kühn, Autor einer seinerzeit vielbeachteten Familienchronik mit dem Titel Zeit zum Aufstehn; sie erreichte die stolze Auflage von weltweit zwei Millionen Exemplaren, wurde verfilmt und als „Buddenbrooks der Arbeiter“ bezeichnet. Lüftete Kühn, bekennender Kommunist, sein Trachtenhütl, kam darunter die jüdische Kippa zum Vorschein – alles Literatur in Bayern: ein führender Vertreter der phantastischen Literatur, ein engagierter Vertreter des sozialkritischen Schreibansatzes im Stil des sozialistischen Realismus – und eine Reihe junger Autoren."

 

 

Mit einem Sonderheft im Juni 2016 feierte die Literatur in Bayern ihr 30-jähriges Jubiläum © Literatur in Bayern

 

Unterstützt wird die Literatur in Bayern von „Freunde der Literatur in Bayern e.V.“ sowie inhaltlich getragen von einem Redaktions- und Beraterteam, das sich aus Literaturkennern verschiedener Couleur zusammensetzt: Zur Redaktion gehören Gernot Eschrich, Dr. Norbert Göttler, Dr. Klaus Hübner, Hannes S. Macher, Dr. Brigitta Rambeck, Renée Rauchalles, Dr. Fridolin Schley, Dr. Michael Stephan, Dr. Elisabeth Tworek – als Berater fungieren u.a. Bernhard M. Baron (Malta) und Prof. Dr. Herbert Zeman (Wien). Weitere Autoren der Zeitschrift sind etwa Hermann Glaser, Wolf Peter Schnetz, Cornelia Oelwein und Dirk Heißerer.

Literatur in Bayern erscheint jeweils im März, Juni, September und Dezember mit einem Jahresgesamtumfang von 200 bis 250 Druckseiten. Besonderes Gewicht erhält in jeder Ausgabe ein Schwerpunktthema mit jeweils mehreren Artikeln, die es aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Auf großes Interesse stießen dabei zuletzt zwei Jubiläumsausgaben zu Ludwig Thoma (127/2017) und Oskar Maria Graf (128/2017).

Das Literaturportal Bayern kooperiert eng mit der Zeitschrift und spiegelt regelmäßig ausgewählte Artikel in seinem Blog.

 

   

Ausgabe 100 (2010), Ausgabe 38 (1994) und Ausgabe 5 (1986) – Seit Ausgabe 120 erscheint die Literatur in Bayern in neuem Design © Literatur in Bayern

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