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Geb.: 18.10.1966 in Koblenz-Moselweiß
© Erol Gurian

Heidi Rehn

Heidi Rehn wächst in Boppard im Mittelrheintal auf. Von 1986-1992 studiert sie Germanistik, Geschichte, BWL und Kommunikationswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Ab 1988 arbeitet sie in der Redaktion des Neuen Lexikons zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur, hrsg. von Dietz-Rüdiger Moser, von 1988-1993 bei der Zeitschrift Literatur in Bayern. 1992/1993 erhält sie zunächst einen Lehrauftrag, dann eine Dozentenstelle am Institut für bayerische Literaturgeschichte der LMU München. Von 1993-1997 ist sie als Beraterin in einer PR-Agentur in München tätig, ab 1997 als freie Journalistin und Texterin für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften.

Heidi Rehn ist Mitglied bei „DELIA – Deutsche Liebesromanautoren“ und hat mehrere Jahre die Organisation des Friedrich-Glauser-Preises in den Sparten Debüt, Roman und Ehrenglauser für „Das Syndikat. Vereinigung deutschsprachiger Krimiautoren“ verantwortet.

Anfang 2000 erscheint ihr erster Roman Das Institut, der den Universitätsalltag aus Sicht einer weiblichen Dozentin schildert. Nach einem Gegenwartskrimi wird 2005 der erste historische Kriminalroman veröffentlicht: Thonets Gesellen. Damit vereint Heidi Rehn erstmals ihre beiden großen Leidenschaften: Geschichte und Schreiben und verfasst fortan ausschließlich historische (Kriminal-)Romane.

Die beiden Kriminalromane Blutige Hände (2006) und Tod im Englischen Garten (2007) greifen historisch belegte Ereignisse aus den letzten Tagen des Königreichs Bayern vor der Kaiserreichsgründung 1871 und der Zeit kurz danach auf: Blutige Hände hat den Streik der Münchner Schneider im Jahr 1870, einen der längsten Arbeiterkämpfe im Königreich, zum Inhalt, Tod im Englischen Garten, den Bankenskandal um Adele Spitzeder von 1892. „Der Autorin gelingt es, ein farbiges Bild des München im 19. Jahrhundert zu zeichnen, ohne dabei nur eine Kulisse zu entwerfen“, so der Bayerische Rundfunk. 

Mit der Wundärztin-Trilogie – Die Wundärztin (2010), Hexengold (2011) und Bernsteinerbe (2012) – widmet sich Heidi Rehn den letzten Jahren des 30jährigen Krieges und richtet ihre Aufmerksamkeit auf das Schicksal einer im Tross geborenen und mitten im Krieg aufgewachsenen Frau, die zehn Jahre nach Kriegsende die Wurzeln ihrer Familie im (Ost-)Preußen der frühen Neuzeit entdeckt und sich im bürgerlichen Alltagsleben einfinden muss.

In der Königsbergsaga, deren erster Teil Gold und Stein im Frühjahr 2012 erscheint, steht die allmähliche Auflösung des deutschen Ordenslandes und die beginnende Säkularisierung des einstigen geistlichen Territoriums im späten Mittelalter im Zentrum. Dazu schreibt das Luxemburger Tageblatt: „Heidi Rehn erweist sich als meisterhafte Kennerin des einstigen deutschen Ordenslandes. Darüber hinaus gelingt es ihr, relevante Geschehnisse aus jener Epoche geschickt und glaubwürdig in die Handlung einzubauen.“

Heidi Rehn lebt mit ihrer Familie in München.

Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek


Externe Links:

Literatur von Heidi Rehn im BVB

Heidi Rehn im Droemer Knaur Verlag

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