Info
Geburtsjahr: 1985
in München
© Hans Praefke
Titel: cand. phil.

Tobias Roth

Tobias Roth wird 1985 in München geboren, verbringt die Schulzeit dort und zwischenzeitlich in Chartres. Er studiert Deutsche Sprach- und Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Freiburg und Europäische Literaturen in Berlin.

2008 ist Tobias Roth Wissenschaftliche Hilfskraft am „Freiburg Institute for Advanced Studies“ (School of Literature and Language); er macht Praktika beim Alexander Verlag Berlin und bei der Süddeutschen Zeitung. Ab 2013 ist er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Sonderforschungsbereich 644 „Transformationen der Antike“. Derzeit ist er Doktorand an der HU Berlin mit einer Arbeit zur volkssprachigen Lyrik von Giovanni Pico della Mirandola (1463-1494).

Seit 2007 arbeitet er beim Onlinefeuilleton klassik.com. Er schreibt CD- und Konzertkritiken, Interviews, Reportagen und Videocasts, zwischen 2010 und 2011 ist er zudem Nachrichtenredakteur. Von 2009 bis 2011 betreut er eine Seite zur zeitgenössischen Lyrik für die Berliner Literaturkritik. Freie Essays und Rezensionen erscheinen in Onlinefeuilletons wie fixpoetry.com, poetenladen.de, titel-magazin.de, signaturen-magazin.de sowie in der Süddeutschen Zeitung. Für fixpoetry.com konzipiert und betreut er 2013 die monatliche Reihe „In Augenschein“, seit 2014 die Reihe „Dichtertotenbriefe“. Ab 2011 gibt Tobias Roth die Berliner Renaissancemitteilungen heraus, später ergänzt durch die Berliner Radiorenaissancemitteilungen gemeinsam mit Frederic Böhle.

Seit 2005 ist Tobias Roth Mitglied in der Gesellschaft zur Förderung von Design, Kunst und Kommunikation e.V., Mainz, seit 2012 Vorstandsmitglied der Internationalen Wilhelm-Müller-Gesellschaft e.V., Berlin. Neben Auftritten auf Lesebühnen und Literaturfestivals veranstaltet er auch eigene Formate, u.a. 2009 die Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe „Betakontext“ gemeinsam mit Christoph Medicus.

Seine Lyrik, Essays und Erzählprosa werden mehrfach ausgezeichnet. 2007, 2009 und 2011 ist er Preisträger beim internationalen Essay-Wettbewerb der Goethe-Gesellschaft Weimar. 2010 erhält er ein Stipendium des Mannheimer Mozartsommers sowie der Autorenwerkstatt Prosa des Literarischen Colloquiums Berlin. 2010 und 2012 ist Tobias Roth außerdem Nachwuchsautor der Literaturstiftung Bayern. 2011 bekommt er den Preis des Buchhandels beim poet|bewegt in Chemnitz, 2013 Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis beim Literarischen März in Darmstadt zugesprochen.

Im Verlagshaus J. Frank Berlin erscheinen 2013 der Gedichtband Aus Waben und der Essay Tradition. Gänge um das Füllhorn. Weitere belletristische Texte sind in Zeitschriften (Literatur in Bayern, Sprache im technischen Zeitalter, Sterz) und Anthologien (heute.gestern.morgen. Geschichten über den Stadtalltag im Stellwerck Verlag) abgedruckt.

Über das Schreiben sagt Tobias Roth:

Die Elemente der Literatur kennen keine Abnutzungserscheinungen, ganz im Gegenteil: Mit jedem neuen Sonett wird das Sonett reicher und anziehender, mit jeder neuen Blumenmetapher die Blumenmetaphorik, wenn nur die Reflexion geleistet und als ästhetischer Mehrwert spürbar gemacht wird, dass sich das neue Sonett und die neue Blume in einem Flöz aus Sonetten und Blumen befinden. Entschiedene Auskunft ist hier nicht zuviel verlangt (denn dass sich Dichter irgendwie für etwas interessieren oder etwas spannend finden, das wissen wir ad nauseam). Der Garten hat keine Begrenzung, die Wollust kein Ende, wenn wir es nicht selbstquälerisch abschnüren. Aristophanes und Horaz sind genauso tot, aber lebendig wie Giovanni Pontano und Thien Tran. Begegnung und Gespräch, was sonst. (aus: Tradition. Gänge um das Füllhorn. Edition Poeticon im Verlagshaus J. Frank, hg. v. Asmus Trautsch, Berlin 2013, S. 44f.)

2015 wird der Autor mit dem Kunstförderpreis des Freistaats in der Sparte Literatur ausgezeichnet.

Verfasser: Literaturstiftung Bayern / Bayerische Staatsbibliothek


Externe Links:

Literatur von Tobias Roth im BVB

Zur Homepage des Autors

Leseproben bei fixpoetry.com

Interview

Youtube-Video

Berliner Radiorenaissancemitteilungen

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