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Salvatorplatz 1
80333 München
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Literaturhaus München

Seit 1997 ist das Literaturhaus München am Salvatorplatz ein zentraler Ort für Literatur, Debatte und kulturellen Austausch. In einem ehemaligen Schulhaus trifft sich hier die vielfältige Literaturszene der Landeshauptstadt.

Geschichte

1993 beschließt der Münchner Stadtrat, das ehemalige Schulhaus am Salvatorplatz einer Nutzung als Literaturhaus zuzuführen, um dem besonderen Stellenwert Münchens in der europäischen Verlagsszene Rechnung zu tragen. Es gilt, die Präsenz vieler Verlage, die ausgeprägte Buchhandelsszene, die Ansässigkeit vieler Autoren, Übersetzer und Journalisten für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Stadt gründet gemeinsam mit Verlegern die Stiftung Buch-, Medien- und Literaturhaus München. Unter deren Bauherrschaft beginnen im Mai 1995 Sanierung und Umbau (Architekt: Uwe Kiessler) von Haus und Platz. Bereits zwei Jahre später, im Juni 1997, öffnet das Literaturhaus München seine Pforten. 

Das Münchner Literaturhaus beherbergt Institutionen, die das Buch auf den verschiedensten Ebenen fördern. Hierzu zählen der Börsenverein des Deutschen Buchhandels (Landesverband Bayern), die Akademie des Deutschen Buchhandels und das Institut für Urheber- und Medienrecht. Und sogar im Kaffeehaus hat die Literatur ihren Platz: Die amerikanische Künstlerin Jenny Holzer hat auf Geschirr, Tischsets und Bierdeckel, auf Lederbänke, Granittische und einer Lichtlaufleiste Sätze des bayerischen Dichters Oskar Maria Graf angebracht. Außerdem beherbergt das Haus eines der seltenen noch erhaltenen Stücke aus dem Hause Thomas Manns: der viel beschriebene Braunbär steht im III. Stock des Hauses und begrüßt dort die Gäste.

Tätigkeitsfelder

Das Literaturhaus beherbergt mehrere Brancheneinrichtungen, eine Bibliothek, einen geräumigen Saal, einen großzügigen Ausstellungsraum, eine Reihe kleinerer Seminarräume sowie die Brasserie OskarMaria im Erdgeschoß. Lesungen nationaler und internationaler Autoren, Diskussionen politischer, wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Themen, Symposien, Filmvorführungen und Festveranstaltungen sorgen für ein abwechslungsreiches Programm. Die Fort- und Weiterbildungsprogramme für Erwachsene (vormals unter dem Namen „textwerk“, nun als Bayerische Akademie des Schreibens) haben namhafte Autorinnen und Autoren hervorgebracht, regelmäßige Projekte und Workshops für Kinder und Jugendliche ermöglichen einen spannenden Zugang zur Literatur. Die großen Ausstellungen in der Galerie des Hauses sind literarischen Persönlichkeiten, epochalen Werken oder historischen Themen gewidmet. Texte, Bilder und Exponate vermitteln zusammen mit modernster audiovisueller Technik und einer kunstvollen Ausstellungsarchitektur neue Einblicke in die Welt der Literatur.


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