Info
Geb.: 28. 1.1992 in St. Petersburg
© Ulrich Schäfer-Newiger
Titel: Dr. phil.

Slata Roschal

Slata Roschal wird 1992 in St. Petersburg in Russland geboren. Fünf Jahre später folgt der Umzug nach Deutschland, wo Roschal zweisprachig aufwächst. Von 2010 bis 2016 studiert sie Slawistik, Germanistik und Komparatistik an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald, seit 2021 ist ihre Promotion in Literaturwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München abgeschlossen.

Auf Veröffentlichungen von Lyrik, Kurzprosa und Rezensionen in Literaturzeitschriften, wie Fixpoetry, Signaturen, außer.dem, mosaik und LiteraturSeiten München, folgt 2018 die Auszeichnung mit dem Jury- sowie dem Publikumspreis beim Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern. Im gleichen Jahr erhält Slata Roschal den 2. Preis beim LITERATUR UPDATE der Literaturstiftung Bayern.

2019 wird ihr Gedichtband Wir verzichten auf das gelobte Land im Reinecke & Voß Verlag veröffentlicht, 2021 der Gedichtband Wir tauschen Ansichten und Ängste wie weiche warme Tiere aus bei hochroth München. Der zweite Band ist einer von 10 Titeln von Bayerns besten Independent Büchern 2021. Roschals Gedichte und Prosatexte überzeugen mit starken Bildern, aufs Detail genau beschriebenen Alltagssituationen und kühner Sprache.

2020 erhält sie das Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern für Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Im Herbst 2021 bekommt sie das Aufenthaltsstipendium des Adalbert-Stifter-Vereins in Oberplan/Horní Planá sowie das Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern „Junge Kunst und neue Wege“ für ein Romanprojekt. 2022 folgt ein Aufenthaltsstipendium am Literarischen Colloquium Berlin.

Ihr Romandebüt 153 Formen des Nichtseins über Identität, Migration, Außenseitertum, Weiblichkeit und die Frage nach dem Sein erscheint im Februar 2022. Das Buch steht auf Platz 6 der SWR-Bestenliste Juni sowie auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Für dieses Werk bekommt Slata Roschal den Kunstförderpreis in der Sparte Literatur zugesprochen, außerdem ist der Roman eines von Bayerns besten Independent Büchern 2022 und steht auf den Shortlists des BücherFrauen-Literaturpreises sowie des Literaturpreises „Text & Sprache“ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft (beide 2023). 

Darüber hinaus erhält sie weitere Auszeichnungen: den Förderpreis des Schubart-Literaturpreises der Stadt Aalen, ein Aufenthaltsstipendium im Künstlerhaus Edenkoben und ein Arbeitsstipendium des Deutschen Literaturfonds (2023/24). 2023 ist sie Writer-in-Residence an der Universität Innsbruck. 

In ihrem 2024 erscheinenden Roman Ich möchte Wein trinken und auf das Ende der Welt warten umkreist Slata Roschal auf ironisch-scharfsichtige und sprachlich virtuose Weise die für ihr gesamtes bisheriges Werk zentralen Themen von Migration, Identität und Zugehörigkeiten. Im selben Jahr gibt sie in drei Poetikvorlesungen an der LMU München zudem Einblicke über Geld, Macht und Konkurrenz für das Schreiben, über das kollaborative Entstehen von Büchern sowie über Elternschaft und Autorschaft.

Die Autorin lebt und arbeitet in München.

Verfasst von: Bayerische Staatsbibliothek


Externe Links:

Literatur von Slata Roschal im BVB

Zur Homepage der Autorin

Slata Roschal beim Literaturport

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