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Bahnhofsplatz 2a
94234 Viechtach
Leitung: Eva Bauernfeind, Kristina Pöschl
Telefon: 09942 2711
Fax: 09942 6857
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lichtung verlag

Der lichtung verlag wird 1990 gegründet. Vorausgegangen war der Entstehung des Verlages die Etablierung des Kulturvereins Bayerwaldforum – auf Initiative von Hubert Ettl, der schon 1987 Autorinnen und Autoren, Künstlerinnen und Künstler und Kulturinteressiere in Viechtach versammelt, um die Herausgabe einer „kritischen Kulturzeitschrift für den Bayerischen Wald“ zu diskutieren. Der gegründete Verein soll dies ermöglichen und Ende des Jahres erscheint die erste Ausgabe des Magazins lichtung.

Im Editorial des Magazins heißt es damals, es wolle „keine brave Kulturzeitschrift auf Hochglanz sein“ und es stellt sich bald heraus, dass die regionale Beschränkung auf den Bayerischen Wald nicht sinnvoll war. Der Regionsbezug wird schließlich auf Ostbayern ausgeweitet und die Zeitschrift in ostbayerisches magazin lichtung umbenannt. In dieser Form besteht die Zeitschrift noch heute und erscheint seit 1996 vierteljährlich als wichtiges Diskussions- und Kulturforum der Region.

Ab 1989 beginnt der Kulturverein in der edition lichtung auch Bücher zu verlegen und eine solidere Form der Finanzierung wird benötigt. Aus diesem Grund verkauft das Bayerwaldforum die Verlagsgeschäfte Anfang 1990 an den neu gegründeten lichtung verlag, zu dessen Gesellschaftern der Verein und die Redakteure der Zeitschrift werden.

Erste Veröffentlichungen im lichtung verlag sind Sigi Zimmerschies Ausschwitz’n (Mai, 1990) und Schwer ist leicht was (1989) von Ottfried Fischer. Es folgen zahlreiche Gedichtbände ostbayerischer Autoren, Kunstbücher und die Reihe ReiseLeseBücher, unter anderem zu Böhmen, dem Bayerischen Wald, der Oberpfalz, Niederbayern, München und dem Böhmerwald. Eine Besonderheit der Reihe ist das Zusammenspiel von Texten und anspruchsvoller Schwarz-Weiß-Fotografie.

Das „Herzstück“ des Verlages ist heute ein vielfältiges Belletristikprogramm: Dazu zählen Romane und Erzählungen von Bernhard Setzwein, Marianne Hofmann, Friedrich Brandl und  Albert Sigl, Lyrik in bairischer Mundart und Gedichtbände von Harald Grill und Margret Hölle. Daneben bemüht sich der Verlag um die Präsentation von literarischen Neuentdeckungen wie Margarete Heiß und Roland Scheerer.

Weiterhin widmet sich der lichtung verlag der „zeitgeschichtlichen Spurensuche“ mit biographisch orientierten Sachbüchern und verlegt Bildbände in Schwarz-Weiß-Fotografie wie HinterBayern von Herbert Pöhnl.

2008 hat zudem der kleine Münchner Verlag Kuckuck & Straps, der von Eugen Oker und Maria Gebhardt gegründet wurde, einen Platz unter dem Dach des lichtung verlages gefunden und wird als eigene Reihe innerhalb des Buchprogramms betrieben: Hier werden Neuausgaben von Eugen Okers selbst und anderen bayerischen Autoren verlegt.

Trotz der Schnelllebigkeit der Verlagsbranche konnte der lichtung verlag in seiner Nische so die Erfolgsgeschichte als „bayerischer Provinzverlag“ fortschreiben. Für diese Bemühungen wurde der Verlag unter anderem mit dem Silbergriffel der Stiftung zur Förderung des Schrifttums (2001), dem Literaturpreis des Oberpfälzer Jura (für das magazin lichtung) (2009) und dem Preis für einen bayerischen Kleinverlag des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (2010) ausgezeichnet.


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