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Concordiastraße 28
96049 Bamberg
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Internationales Künstlerhaus Villa Concordia

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Rückseite der Villa am Wasser © Jörg Tölzel

Das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia in Bamberg ermöglicht Stipendiatinnen und Stipendiaten der Bildenden Kunst, Literatur und Musik aus Deutschland und wechselnden Partnerländern einen Arbeitsaufenthalt. Darüber hinaus organisiert sie Veranstaltungen aus allen Kunstsparten. 

Geschichte

Im Jahr 1712 zieht der Hofbeamte und spätere Geheimrat Johann Ignaz Tobias Böttinger mit seiner Familie in einen prunkvollen, heute als „Böttingerhaus“ bekannten Neubau in der Judenstraße in Bamberg. Doch das Gebäude stellt sich im Innern offenbar schnell als zu klein – die Familie zählt zwölf Kinder – und als teilweise mangelhaft heraus, so dass Böttinger nur wenige Jahre später ein neues Stadtpalais, diesmal direkt an der Regnitz, in Auftrag gibt, vermutlich bei dem Architekten Johann Dientzenhofer (der sich auch für das Gebäude der Carl-Stumpf-Bibliothek verantwortlich zeichnet und dessen Bruder Leonhard die Neue Residenz in Bamberg zu verdanken ist, die die Staatsbibliothek Bamberg beherbergt). 1834 erwirbt der Gesellschaftsverein Concordia diesen barocken Prachtbau; daher rührt dessen heutige Bezeichnung „Villa Concordia“.

1997 beschließt die Bayerische Staatsregierung die Umwidmung der Villa Concordia zum Internationalen Künstlerhaus – mit dem Auftrag, die Kunst zu fördern, das kulturelle Leben in und um Bamberg zu bereichern sowie die Beziehungen des Freistaates Bayern zu anderen Ländern zu vertiefen. Am 6. Mai 1998 wird es durch den damaligen bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber eröffnet. Als Dienststelle ist das Künstlerhaus dem Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst angegliedert.

In der Villa Concordia selbst befinden sich Wohnungen im barocken Ambiente, Veranstaltungs- und Verwaltungsräume. Im 1999 vollendeten Orangerie-Neubau im Garten dahinter stehen sechs Maisonnettewohnungen und im Neuen Ebracher Hof, dem einstigen Stadtpalais der Mönche des Klosters Ebrach, weitere Wohnungen. Daneben gibt es einen Ausstellungsraum im modernen Anbau der Villa Concordia, eine kleine Bibliothek, Gemeinschaftsräume sowie Ateliers für Bildende Künstler und Musiker.

Das frühere Wohnhaus von Johann Ignaz Tobias Böttinger dient damit nicht mehr nur als Abbild einer vergangenen Epoche, sondern ist zu einem Ort geworden, an dem neue Literatur, Bildende Kunst und Musik entstehen, an dem sich Künstlerinnen und Künstler verschiedener Kulturen begegnen, sich austauschen und mitunter auch gemeinsame Projekte entwickeln. Der Begriff „Concordia“ bezeichnet vielmehr als den harmonisch-meditativen Einklang; nämlich die anregende Verbindung von Altem und Neuem, von Mondän-Barockem und Geradlinig-Modernem und nicht zuletzt von stillem Rückzugsort und offenem Kunstraum.

Tätigkeitsfelder

Die Villa Concordia bietet jährlich bis zu zwölf Künstlerinnen und Künstlern der Bildenden Kunst, Literatur und Musik aus Deutschland und je einem anderen Land die Möglichkeit, im Rahmen eines Aufenthalts- und Lebenshaltungsstipendiums ohne Verpflichtungen an eigenen Projekten zu arbeiten und diese auf Wunsch dem Publikum in Veranstaltungen vorzustellen. Ein Kuratorium wählt die Stipendiatinnen und Stipendiaten aus. Das Stipendienprogramm ist auf wechselnde Partnerländer ausgerichtet. Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und Vorstellungsabende gehören zum regelmäßigen Programm. 


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