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Geb.: 18.10.1971 in Hamburg
© Villa Massimo Alberto Novelli

Jan Wagner

Jan Wagner wird 1971 in Hamburg geboren. Bereits während seiner Schulzeit beginnt er Gedichte zu schreiben. An der Universität Hamburg, am Trinity College in Dublin und an der Humboldt-Universität Berlin studiert er Anglistik.

Noch bevor seine Gedichte veröffentlicht werden, ist Jan Wagner als vielbeachteter Übersetzer – vor allem von angelsächsischer Lyrik – tätig. Außerdem arbeitet er als freier Rezensent für diverse Tageszeitungen und den Rundfunk. 2001 erscheint sein erster Gedichtband Probebohrung im Himmel. Es folgen Guerickes Sperling (2004), Achtzehn Pasteten (2007), Australien (2010), Die Eulenhasser in den Hallenhäusern (2012) und Regentonnenvariationen (2014). Sein neuester Gedichtband Selbstporträt mit Bienenschwarm. Ausgewählte Gedichte 2001-2015 ist im Februar 2016 bei Hanser erschienen.

Jan Wagners Gedichtbände erhalten fast ausschließlich positive bis überschwängliche Kritiken. Katharina Döbler stellt in ihrer Besprechung fest, dass „Wagners Gedichte sich durch kluge Beschränkung aus[zeichnen], durch eine poetische Zielgerichtetheit, die einen starken Sog erzeugt.“ Beate Tröger bemerkt in Wagners Lyrik das „Analytische, Forschende“. Die ausgesprochen vielfältigen Gestaltungsvariationen und das Zurückgreifen auf die Natur zeichnen Wagners Gedichte aus.

Zusammen mit Björn Kuhligk veröffentlicht Wagner 2007 das Buch Der Wald im Zimmer. Eine Harzreise. 2011 erscheint der Sammelband Die Sandale des Propheten, der verschiedene Essays und Reden der letzten Jahre zusammenfasst.

Wagner ist seit 2008 Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, seit 2009 Mitglied der Bayerische Akademie der Schönen Künste, seit 2010 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt und seit 2011 Mitglied der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz.

Er hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter 1999 den Förderpreis für literarische Übersetzungen der Stadt Hamburg, 2001 den Hamburger Förderpreis für Literatur, 2003 den Christine-Lavant-Publikumspreis, 2005 den Ernst-Meister-Preis für Lyrik, 2009 den Wilhelm-Lehmann-Preis, 2011 den Friedrich-Hölderlin-Preis, 2013 den Paul-Scheerbart-Preis, 2015 den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Belletristik und 2017 den Georg-Büchner-Preis.

Jan Wagner ist verheiratet und lebt im Berliner Stadtteil Neukölln.

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek / Sabrina Hennig


Externe Links:

Literatur von Jan Wagner im BVB

Literatur über Jan Wagner im BVB

Jan Wagner im Hanser Verlag

Zur Biographie von Jan Wagner bei Munzinger

Jan Wagner im Literaturport

Wiebke Prombka: Der Dichter auf verlorenem Posten. In: DIE ZEIT, März 2015

Christoph Metz: „Regentonnenvariationen“ und das Vergängliche der Seife. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, September 2014

Besprechung von Katharina Döbler im Deutschlandfunk

Beate Tröger: Hell und originell – Jan Wagners Gedichte sind Einladungen in die Welt der Lyrik. In: literaturblatt, März/April 2015

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