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Die erste Ausgabe 1954
Frequenz: viermal im Jahr
Auflage: 2.000 Exemplare
Preis: Einzelheft: 9,60 €; Abonnement: 34 bzw. 29 €
Ort: München
Hg.: Jo Lendle
Verlag: Carl Hanser Verlag
Inhalt: Lyrik, Kurzprosa, Essays zu Poetik
Kontakt:
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Akzente

Zeitschrift für Literatur

„Höchstes Niveau und internationales Format. Keine zänkische, lokalpatriotische Stubenluft. Deutsch, aber nicht teutsch.“ – so beschreibt Walter Höllerer am 27. November 1952 in einem Brief an den Verleger Carl Hanser das Programm der Literaturzeitschrift Akzente. Die erste Ausgabe erscheint erst im Februar 1954, da Günter Eich, anfangs Mitherausgeber, sich wegen zu großer Arbeitsbelastung aus dem Projekt zurückziehen muss. Schließlich findet man mit Hans Bender einen zweiten Mitherausgeber.

 

 

Akzente im Wandel der Zeit: Heft 4/1959, Heft 6/1971, Heft 1/1976, Heft 2/1980

 

Inhaltlicher Schwerpunkt von Akzente ist die Veröffentlichung von Lyrik und kurzer Prosa. Gedruckt werden vor allem bisher unveröffentlichte Werke junger Autoren, beispielsweise Hans Magnus Enzensberger debütierte hier. Aber auch Lyrik wichtiger Dichter der Moderne wie von Georg Trakl, Georg Heym, Ernst Stadler u.a. wird wieder in Erinnerung gerufen. Die Mitglieder der Gruppe 47, wie auch im Exil lebende Autoren wie Thomas Mann, Elias Canetti, Erich Fried, Peter Weiss, Hilde Domin, Paul Celan und Nelly Sachs liefern lange Zeit regelmäßig Beiträge. Von Anfang an gehören Sonderhefte zu bestimmten Themen- oder Länderschwerpunkten, aber auch die Dokumentation literarischer Diskussionen zum Programm der Zeitschrift. Immer wieder geht der Fokus von Akzente auch über die Sprach- und Ländergrenzen hinweg.

 

 

Heft 1/1981, Heft 6/1981, Heft 2/2013, Heft 6/2014 – alle herausgegeben von Michael Krüger

 

Walter Höllerer ist bis Heft 6/1967 Mitherausgeber. Hans Bender führt Akzente bis 1975 allein weiter, bekommt dann Unterstützung durch Michael Krüger und zieht sich 1981 aus der Herausgeberschaft zurück. Bis 2014 wird Akzente von Michael Krüger allein verantwortet. Auch nach fast sechzig Jahren ist Akzente ihrer Programmatik treu geblieben: Sie will ein Archiv der Poesie der Moderne sein und darüber nachdenken, welche Rolle die Poesie im gesellschaftlichen Diskurs spielt. Der Untertitel Zeitschrift für Dichtung wurde inzwischen umgeändert in Zeitschrift für Literatur.

 

 

Seit März 2015 im neuen Gewand:

Heft 1/2015 Unmögliches, Heft 2/2015 Krieg, Heft 3/2015 Wörter, Heft 4/2015 Witz

 

2015 übernimmt Jo Lendle die Herausgeberschaft von Akzente. Seitdem widmet sich jede Ausgabe einem Thema, für das Lendle einen Mitherausgeber einlädt. Beiträger der letzten Ausgaben waren u.a. Clemens Setz, Herta Müller, A. L. Kennedy, Friederike Mayröcker, Les Murray, Jan Wagner und Terézia Mora. Die Themen erschstrecken sich vom Unmöglichen über Wörter und Fragen bis hin zu Tieren, Sex und Alltag.

 

 

An diesen Ausgaben wirkten Raoul Schrott, Terézia Mora, Robert Menasse und Mirko Bonné mit:

Heft 1/2015 Alltag, Heft 2/2015 Ortswechsel, Heft 3/2015 Europa, Heft 4/2015 Tier

 

Das Archiv der frühen Redaktionskorrespondenz liegt im Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg. Im Bestand befinden sich über 35.500 Briefe aus den Jahren 1952–1970.

 

Sekundärliteratur:

Susanne Krones: „Akzente“ im Carl Hanser Verlag. Geschichte, Programm und Funktionswandel einer literarischen Zeitschrift 1954–2003. Wallstein Verlag, Göttingen 2009.

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