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Geburtsjahr: 1980
in München
© Saša Stanišic

Katharina Adler (*1980)

1980 in München geboren, studiert Katharina Adler amerikanische Literaturgeschichte an der LMU München und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Sie wird Suhrkamp-Stipendiatin der Schillertage am Nationaltheater Mannheim und Stipendiatin der Zeit-Stiftung im Künstlerhaus Lukas, Ahrenshoop.

Gemeinsam mit Saša Stanišic, Benjamin Lauterbach, Thomas Pletzinger und anderen gründet sie die Berliner Atelier- und Bürogemeinschaft „adler & söhne“, die seit 2008 in der ehemaligen Zigarrenhandlung des Dramatikers Heiner Müller besteht und als „Kooperative“ von literaturschaffenden Autoren, Lektoren und Übersetzern die Arbeit an „Geschichten, Textentwicklung und Literaturvermittlung“ zum Ziel hat. Daneben arbeitet Katharina Adler bis 2012 als Chefredakteurin des englischsprachigen Onlineportals über München www.munichfound.com. Seither ist sie freie Autorin.

Adler schreibt Prosa, die unter anderem in den Literaturzeitschriften Plumbum, EDIT und Akzente veröffentlicht wird, sowie Essays und Theaterstücke. Ihre dramatischen Texte werden am Staatsschauspiel Dresden, am Nationaltheater Mannheim und am Staatstheater Nürnberg in szenischen Lesungen zur Aufführung gebracht.

Darüber hinaus konzipiert sie das Drehbuch zum Kurzfilm Sunny und Roswitha mit Steffi Kühnert, Pheline Roggan und Martin Brambach in den Hauptrollen, der auf internationalen Filmfestivals läuft. Für das internationale Literaturfest lit.COLOGNE schreibt sie mehrere Abende: 2011 „Nur die Spitzen, bitte! Rosemarie Fendel, Lavinia Wilson & Michael Kessler: die schönsten Haarteile und glänzendsten Kahlstellen der Weltliteratur“, 2012 „Trocken Brot und Schnapsideen. Jürgen Tarrach, Fritzi Haberlandt und Joachim Lottmann machen Kassensturz bei Dichtern und Denkern“ und 2014 „Das größte Problem der Feste sind die Gäste: Annette Frier und Gustav Peter Wöhler fürchten sich“.

Für ihr Romanprojekt Die berühmte Patientin, der ungebetene Biograph, der Außenminister, der Präsident und ich erhält Katharina Adler 2014 das Literaturstipendium des Freistaats Bayern. In ihrem Projekt erzählt Adler vom abenteuerlichen Leben ihrer Urgroßmutter Ida Adler (1882-1945), über deren „Hysterie“ der Vater der Psychoanalyse Sigmund Freud einen ausführlichen Bericht verfasst hat („Der Fall Dora“). Die Verbindung von Kulturgeschichte der Psychoanalyse, politischer Geschichte des 20. Jahrhunderts und individueller Lebensgeschichte zwischen Europa und den USA bilde ein ambitioniertes Romanprojekt, so die Beurteilung der Jury. 2016 soll der fertige Roman nach Angaben der Autorin erscheinen.

Katharina Adler lebt in München.

 
Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek / Dr. Peter Czoik


Externe Links:

Adler & Söhne Literaturproduktion

Sunny & Roswitha im H & S Verlag

tz-Interview

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