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81667 München
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Münchner Literaturbüro

Das Münchner Literaturbüro (MLB) prägt seit 1984 die Literaturszene der Stadt – als offener Treffpunkt für Schreibende, als Veranstalter und als Heimat zweier Literaturpreise.

Geschichte

Das Münchner Literaturbüro entsteht 1984 aus dem Zusammenschluss von Autorinnen und Autoren, die sich seit 1978 im Haidhauser Museum regelmäßig zu Gesprächen treffen. Aus diesem Grund ist der gemeinnützige Verein auch unter dem Namen Haidhauser Werkstadt e.V. bekannt. Neben wöchentlichen Treffen veranstaltet das MLB seit 1988 die Haidhauser Büchertage und schreibt seit 1990 den Haidhauser Werkstattpreis sowie von 2010-2021 den Münchner Lyrikpreis aus. Dieser wird später durch den Verein Lyrikpreis München weitergeführt. 

Tätigkeitsfeld

Das MLB ist kein Autorenclub und auch keine geschlossene Gesellschaft für Literaten, es handelt sich um einen offenen Kreis, dessen Mitglieder einmal wöchentlich zusammenkommen, um sich über Literatur auszutauschen, die eigenen Texte einem kritischen Publikum vorzustellen oder anderen Schreibenden ein Feedback oder gute Anregungen zu geben. Viele Mitglieder des Kreises sind daher selbst literarisch aktiv, dies ist jedoch keine Voraussetzung, um die regelmäßigen Treffen besuchen zu können. Einmal pro Monat veranstaltet das MLB seine „Offenen Abende“. Diese bieten eine Bühne für Autorinnen und Autoren jeden Alters und jeder Stilrichtung und den dichterischen Wettstreit. Vom einem Moderator geleitet erhalten die Teilnehmer auf der Bühne in einer offenen Diskussion Lob, Kritik oder Anregungen für den präsentierten Text. Für Lesung und Diskussion stehen jeweils zehn Minuten zur Verfügung. Anschließend wählt das Publikum einen Abendsieger.

Die Haidhauser Büchertage bieten ein Forum für Literaturzeitschriften und Verlage, die sich hier einem literaturbegeisterten Publikum vorstellen können. Für die Besucher bietet sich die Gelegenheit, mit Verlegern, Lektoren und Redakteuren ins Gespräch zu kommen und mehr über die Arbeit in der Buchbranche zu erfahren. Aber vor allem für Autorinnen und Autoren bieten die Haidhauser Büchertage eine Möglichkeit, Programmschwerpunkte und Ausrichtungen der unterschiedlichen Zeitschriften und Verlage kennenzulernen, um für die eigenen Texte die richtige Anlaufstelle zu finden.

Der Haidhauser Werkstattpreis ist ein Publikumspreis. Nominiert werden die Vortragenden, die an einem „offenen“ Freitag mehr als 80 Prozent der Publikumsstimmen erhalten haben. Alle nominierten Abendsieger treten schließlich mit ihren gelesenen Texten zum Finale an, das einmal im Jahr stattfindet. 

Drittes kulturelles Standbein – neben eigenen Veranstaltungen und Preisen – ist die Herausgabe der LiteraturSeiten München (als Print- und Onlineausgabe). Die Zeitschrift erscheint monatlich in Print und ist an den literaturassoziierten Orten der Stadt, wie dem Literaturhaus München, der Seidlvilla oder dem Lyrik Kabinett (und vielen weiteren) umsonst erhältlich.


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