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Geb.: 7. 1.1965 in Nürnberg
Foto: privat

Armin Steigenberger

Armin Steigenberger wird 1965 in Nürnberg geboren. Er studiert Architektur an der TU München und arbeitet zunächst als Architekt. Von 1988 bis 2000 ist er 1. Vorsitzender des Münchner Literaturbüros und veranstaltet ab 2000 Lesungen sowie Schreibseminare. Er arbeitet außerdem als Schriftsteller und Radiomoderator für LORA München, wo er u.a. Mitgestalter der Literatursendung poesie[magazin] ist und Rezensionen schreibt. Zudem ist er Mitglied des Lyrikverbands Reimfrei und Mitherausgeber der Literaturzeitschrift außer.dem.

Steigenberger verfasst hauptsächlich Lyrik, aber auch Theaterstücke und Romane. Für sein Werk wird der Autor mit mehreren Preisen ausgezeichnet. So erhält er 2009 den 1. Platz beim Irseer Pegasus und 2015 den Sonderpreis bei der Buchmesse im Ried, Stockstadt.

Sein erster Roman fleck erscheint 2002 und experimentiert mit zirkulären, teils repetitiven Techniken. Steigenbergers erster Lyrikband gebrauchsanweisung für ein vaterland (2006) ist politisch expliziter als sein zweiter Band die fortsetzung des glücks mit anderen mitteln (2014). Der dritte Lyrikband das ist der abgesägte lauf der welt (2020) beschäftigt sich mit aktuellen Themen, wie dem Erhalt von Demokratie und Freiheit und finanzieller Bereicherung mit allen Mitteln. Die Form, die der Autor dabei anstrebt, schwankt zwischen Experimentallyrik und dem strikten Format des Sonetts.

Überhaupt spielt die Collagetechnik für seine Werke eine wichtige Rolle, indem er „aus unterschiedlichsten Sprechweisen, Sprachsegmenten, Sprechsplittern“ (siehe Interview in: signaturen-magazin.de, 19. Januar 2015) Neues schafft. Auffällig ist auch die Verwendung und Verfremdung von Anglizismen, die für Steigenberger „wie Spiegel“ seiner Umgebung wirken: „Wer Amerikanismen verwendet, schlüpft in eine andere Rolle, ist in einem anderen Sprechakt. Ich bin Zivilisationskritiker, weil ich eine Utopie habe.“

Inspiration für sein Schreiben erhält er nicht zuletzt von Musiker*innen wie Kurt Cobain, Janis Joplin und Jimi Hendrix sowie Schriftsteller*innen wie Sibylla Schwarz, Friedrich Hölderlin, Rainer Maria Rilke und Albert Ostermaier.

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