Daniel Grohn
Unter dem Künstlernamen Daniel Grohn ist der psychatrische Facharzt David Höhn als Autor tätig, er veröffentlicht u.a. kürzere Texte in Zeitschriften und Anthologien sowie einen Roman, der mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur ausgezeichnet wird.
Werdegang
Daniel Grohn wird 1976 in Seattle geboren, wächst in Würzburg auf und studiert in Regensburg, München, Lille und Seattle Medizin und Philosophie. Mittlerweile lebt er in München, wo er als Facharzt am Max-Planck-Institut für Psychatrie arbeitet.
Wichtige Werke (Auswahl)
Daniel Grohn veröffentlicht u.a. kürzere Texte in Zeitschriften und Anthologien ( Das Münchner Kneipenbuch 2009 und Fremd 2015). Kind oder Zwerg erscheint 2006 bei der DVA. In dem Roman geht es um einen Journalisten, der sich als vermeintlicher Patient in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt einweisen lässt, um eine Reportage über dort vermutete Missstände zu schreiben. Doch je mehr er sich auf die Therapie einlässt, desto eher scheinen sich die Zustände gegen ihn zu wenden und umso psychologisch ausgefeilter wird das Spiel mit dem Leser.
Preise & Auszeichnungen
Nach der Teilnahme am manuskriptum-Kurs 2001/2002 an der LMU München erhält er 2003 das Literaturstipendium der Stadt München für seinen Roman Kind oder Zwerg. Für diesen wird er auch 2007 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur bedacht.
2016 wird Daniel Grohn für sein entstehendes Romanprojekt Die Flugbegleiterin mit dem Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern ausgezeichnet. Die Flugbegleiterin spielt im Jahr 2004 und erzählt die Geschichte der Mittdreißigerin Rabea, die nach einer traumatischen Trennung von ihrem langjährigen Lebenspartner Stephan ihr Leben verändern will. Zunehmend nimmt sie die Identität ihrer verschwundenen Freundin Leeni an und nimmt immer obsessiver Kontakt zu deren Umfeld auf, trifft sich mit Ex-Partnern, Affären, Bekannten und Freunden. So wird ein Verwirrspiel psychischer Verstrickungen gezeichnet. Laut Jury präsentiert der sprachlich-stilistisch starke Text in einem nervösen, beunruhigenden Sprachfluss einen psychologisch komplexen Erzählknoten.
Sekundärliteratur:
http://www.poetenladen.de/kbendixen-daniel-grohn.htm, (04.01.2017).
http://www.deutschlandradiokultur.de/psychologisches-spiel.950.de.html?dram:article_id=134567, (04.01.2017).
Externe Links:
Unter dem Künstlernamen Daniel Grohn ist der psychatrische Facharzt David Höhn als Autor tätig, er veröffentlicht u.a. kürzere Texte in Zeitschriften und Anthologien sowie einen Roman, der mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur ausgezeichnet wird.
Werdegang
Daniel Grohn wird 1976 in Seattle geboren, wächst in Würzburg auf und studiert in Regensburg, München, Lille und Seattle Medizin und Philosophie. Mittlerweile lebt er in München, wo er als Facharzt am Max-Planck-Institut für Psychatrie arbeitet.
Wichtige Werke (Auswahl)
Daniel Grohn veröffentlicht u.a. kürzere Texte in Zeitschriften und Anthologien ( Das Münchner Kneipenbuch 2009 und Fremd 2015). Kind oder Zwerg erscheint 2006 bei der DVA. In dem Roman geht es um einen Journalisten, der sich als vermeintlicher Patient in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt einweisen lässt, um eine Reportage über dort vermutete Missstände zu schreiben. Doch je mehr er sich auf die Therapie einlässt, desto eher scheinen sich die Zustände gegen ihn zu wenden und umso psychologisch ausgefeilter wird das Spiel mit dem Leser.
Preise & Auszeichnungen
Nach der Teilnahme am manuskriptum-Kurs 2001/2002 an der LMU München erhält er 2003 das Literaturstipendium der Stadt München für seinen Roman Kind oder Zwerg. Für diesen wird er auch 2007 mit dem Bayerischen Kunstförderpreis in der Sparte Literatur bedacht.
2016 wird Daniel Grohn für sein entstehendes Romanprojekt Die Flugbegleiterin mit dem Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern ausgezeichnet. Die Flugbegleiterin spielt im Jahr 2004 und erzählt die Geschichte der Mittdreißigerin Rabea, die nach einer traumatischen Trennung von ihrem langjährigen Lebenspartner Stephan ihr Leben verändern will. Zunehmend nimmt sie die Identität ihrer verschwundenen Freundin Leeni an und nimmt immer obsessiver Kontakt zu deren Umfeld auf, trifft sich mit Ex-Partnern, Affären, Bekannten und Freunden. So wird ein Verwirrspiel psychischer Verstrickungen gezeichnet. Laut Jury präsentiert der sprachlich-stilistisch starke Text in einem nervösen, beunruhigenden Sprachfluss einen psychologisch komplexen Erzählknoten.
