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Geb.: 22. 6.1957
© Will McBride/P. Kirchheim Verlag

Armin Kratzert

Armin Kratzert wächst in Stephanskirchen und Rosenheim auf. Nach dem Abitur am Finsterwalder Gymnasium in Rosenheim studiert er Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Germanistik an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Er arbeitet als Fernsehredakteur im Bayerischen Rundfunk, produziert Dokumentarfilme über Literatur und Kunst und gehört zu den Initiatoren des Kulturmagazins Capriccio.

1998 debütiert Armin Kratzert als Schriftsteller mit dem Buch Der Senn. Reise in 7 Tagen von der Alm nach Passau. Ein Gesang. Er entwirft darin ein barockes bayerisches Verstheater, das auf verschiedenen Zeitebenen spielt. 1999 folgt der Roman Gothik. Nachrichten vom Ende der Welt. 2002 knüpft er mit seiner Verserzählung König Ludwig Love Sensation. The Neuschwanstein Tapes an seinen Debütband Der Senn an und lässt den König in 6 Szenen in die Residenzstadt München reisen. 2002 folgt das Theaterstück Zweites Deutsches Fernsehen, 2003 das Theaterstück Racing Team. Über seinen 2005 publizierten Roman Playboy schreibt Die Welt: „Was Armin Kratzert mit leichter Hand zu fügen scheint, erweist sich allmählich als bedeutungsgeladene Versuchsanordnung.“ Zu dem Roman Hawaii (2005) sagt Peter Handke: „Selten ist mir Lässigkeit im Schreiben so positiv oder luftig oder durchlässig begegnet. Und zugleich spürt man Ernst und Ernstnahme noch und noch.“

Der Roman Hundertmark (2006) geht der Frage nach, was eine junge Frau, die als Politikerin nach Berlin geht, mit ihrem ganz normalen Leben macht.

Das Ende einer Liebesgeschichte wird in dem Roman Magnolia (2008) zum Beginn einer großen Reise durch die USA und gleichzeitig zu einer Suche nach Glück. 2009 veröffentlicht Armin Kratzert Liebesgedichte unter dem Titel Propaganda, 2012 den Roman Beckenbauer taucht nicht auf, den die Süddeutsche Zeitung als „letztgültigen Münchenroman“ bezeichnet.

Für das Literaturhaus München kuratiert Kratzert die Ausstellungen Martin Walser. Nichts ist ohne sein Gegenteil wahr (2005), Kafkas Welt. Sein Leben in Bildern (2008) und Max Frisch. Heimweh nach der Fremde (2011).

Für seine Filmarbeit wird Armin Kratzert 2003 mit dem Preis Literavision ausgezeichnet. Seit 2012 ist er Mitglied des P.E.N.-Zentrums Deutschland.

Armin Kratzert lebt in München und im Chiemgau.

Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek


Externe Links:

Literatur von Armin Kratzert im BVB

Youtube-Video zu Armin Kratzert

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