Info
Geb.: 31. 3.1969 in Ingolstadt
© privat

Angela Kreuz

Angela Kreuz wird 1969 in Ingolstadt geboren. Neben englischen sowie deutschen Gedichten verfasst sie primär Kurzgeschichten und Romane nicht selten historisch motiviert. 

Werdegang

Mit dem Abitur in der Tasche zieht Angela Kreuz 1989 nach Regensburg, um zunächst ein Studium der Biologie aufzunehmen, doch nach einigen Semestern Naturwissenschaften entschließt sie sich, ihrem eigentlichen Interesse nachzugehen und das Fach zu wechseln. Sie studiert ab 1995 in Konstanz Psychologie mit Nebenfach Philosophie weiter. Nach dem Diplom nimmt sie die nächste Gelegenheit wahr, zusammen mit ihrem Lebensgefährten Dieter Lohr in ihre Wahlstadt Regensburg zurückzukehren.

Wichtige Werke (Auswahl)

Inspiriert von einer Kurzgeschichte Georg Brittings schreibt sie im Alter von dreizehn Jahren ihre erste Kurzgeschichte, die postwendend im Jahresbericht ihrer Schule erscheint, und widmet sich seither dem literarischen Schreiben. 2003 erscheint ihre erste Publikation Der Engländer und weitere kurzgefasste Geschichten. Die Kurzgeschichtensammlung erscheint 2004 als Hörbuch. 2005 wird ihre Kurzgeschichte „Schick mir doch ein Mail“ in die zweite Auflage des amerikanischen Standardlehrwerks für DaF-Studierende Allerlei zum Lesen aufgenommen. Nach dem Gedichtband lyrische städtereisen folgt eine surreale Erzählung über den italienischen Komponisten Domenico Scarlatti Scarlattis Wintergarten, die ein Jahr später in der Hörspielfassung erscheint. 2007 kommt ihr Romandebüt Warunee heraus, in dessen Mittelpunkt eine thailändisch-deutsche junge Frau steht, die den Tsunami überlebt und sich aus eigener Kraft ihr neues Leben aufbaut. 

2009 erscheint ihr Wackersdorf-Roman WAAhnsinnszeiten, für dessen Hintergrundwissen sie an die dreißig Zeitzeugen in der Oberpfalz interviewt. 2011 erscheinen ihre englischen Gedichte im zweisprachigen Gedichtband Train Rides and Tides – Ebbe, Flut und zurück, eine poetische Reise, zusammen mit deutschen Übertragungen von Barbara Yurtdas. 2014 erscheint ihr San Francisco Roman California Dreaming. In Picknick an der Grenze (2019) erzählt Kreuz von einem Konzert am Eisernen Vorhang in Ungarn im August 1989. Auch Taktwechsel (2025) bleibt dem musikalischen Motiv treu und versetzt die Leserinnen und Leser an das renommierte Konservatorium in Prag und den Sommer 1993. 

Stil / Rezeption

Katrin Hilmer vom Bayerischen Fernsehen kommentiert über WAAhnsinnszeiten: „Beim Lesen fühlt sich jeder wie 20, will sofort den Parka anziehen und Räucherstäbchen anzünden. Das Lebensgefühl der 80er, kombiniert mit einer flotten Studenten-Story und das Ganze vor dem Hintergrund der Ereignisse in Wackersdorf machen WAAhnsinnszeiten absolut lesenswert.“

Die amerikanische Künstlerin Ann Starr rezensiert Kreuz' zweisprachigen Gedichtband in der Starr Review mit den Worten: „Train rides and tides – Ebbe, Flut und zurück is a volume of balance and beauty. To read it is to be taken away – to be led, really – through a recognizable world that is enhanced and sharpened by an observant imagination and an unclouded memory.” Peter Lang vom Kulturjournal Regensburg fasst den San Francisco Roman California Dreaming in zwei Sätzen zusammen: „Angela Kreuz' Roman durchziehen als Leitmotive individuell unterschiedliche Sehnsüchte, Wünsche und Projektionen des ‚kalifornischen Traums‘. Er erweist sich in letzter Konsequenz als nichts anderes als ein einziger lauter Schrei nach Freiheit.“

Preise & Auszeichnungen

2007 erhält sie den Literaturpreis Nord-Ost und 2008 mit ihrer von Günther Wallraff inspirierten Kurzgeschichte Cold Call die Ausschreibung WertFrei. Ihren Wackersdorf-Roman WAAhnsinnszeiten (2009) beendet sie während ihres Arbeitsstipendiums des Oberpfälzer Künstlerhauses im Virginia Center for the Creative Arts in den USA. 2010 bekommt Angela Kreuz von der Stadt Rhodos einen Schreibaufenthalt im International Writers' and Translators' Center of Rhodes, Griechenland, wo sie englische Gedichte verfasst. Im gleichen Jahr wird sie mit Dieter Lohr für das gemeinsame Hörbuchfeature Der Fahrradspeichenfabrikkomplex, einer Collage der Wackersdorfinterviews, für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert und erhält den Daniil Pashkoff Prize für die englische Kurzgeschichte „Stink Bugs“. 2012 wird Angela Kreuz mit dem Kulturförderpreis der Stadt Regensburg für ihre vielfältigen literarischen Projekte geehrt. 2013 erhält sie einen Schreibaufenthalt vom Oberpfälzer Künstlerhaus in Bulgarien in Veliko Tarnovo und Sofia.

Mitgliedschaften

Angela Kreuz ist Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller in Bayern (VS Ostbayern) sowie in dem Internationalen Künstlerinnen-Netzwerk GEDOK München.

Verfasst von: Dieter Lohr / Bayerische Staatsbibliothek


Externe Links:

Literatur von Angela Kreuz im BVB

Website der Autorin