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Geb.: 19.10.1962 in Regensburg
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Rolf Stemmle

Rolf Stemmle wird in Regensburg geboren. Der Spaß, sich schriftstellerisch zu betätigen, führt schon in der Kindheit zu ersten Schlagertexten, Gedichten, Geschichten, Comics und Hörspielen. Schließlich wecken Marionettenspiele der „Augsburger Puppenkiste“ – Stemmle verbringt einige Jugendjahre in Augsburg – sowie Schultheateraufführungen sein Interesse am Theater. Bald drängt es ihn zur Praxis. In der Theatergruppe der Realschule am Judenstein in Regensburg findet er Gleichgesinnte, mit denen er 1984 die Gruppe Der Würfel gründet. Mit diesem Ensemble kann er endlich eigene Stücke zur Aufführung bringen.

Mit Luzifers Energieprobleme (1984) gelingt ihm der erfolgreiche Schritt in die Öffentlichkeit. Bis 1996 folgen fünf weitere Uraufführungen (z.B. Wenn drei sich morden..., Ein Abend mit Julius). Ein Schwerpunkt seiner Arbeit als Mitglied dieser Theatergruppe ist aber auch das Inszenieren von Stücken der Nachkriegsliteratur (Dürrenmatt, Wilder, Pinter, Beckett, Kroetz und Cousse).

Nach Auflösung der Gruppe führt er seine schriftstellerische Arbeit fort und bringt weitere Komödien zu Papier. Es entstehen Kontakte zu Theatergruppen, Bühnen und Verlagen. Hervorzuheben ist die Uraufführung von Winterwärme am Theater Regensburg (11. Februar 2005), eine weitere Inszenierung der Komödie folgt 2010 durch die Volksbühne Spinnrad Regensburg. Im Januar 2011 spielt die Münchner Volkssängerbühne die Tristan-Parodie Tristan und sei Oide. Die Theaterbühne Schwandorf zeigt 2013 erstmals Eine Schönheit für den König, eine Komödie über König Ludwig I. und die Schönheitsgalerie.

Seine künstlerische Arbeit gilt auch anderen Gattungen. So entsteht eine ganze Reihe von Erzählungen, Kurzgeschichten und Gedichten, worunter der Lyrikband Der Mensch im Tier (2005), Kleinviehmist – Kurzgeschichten (2010) und Gurrletta Steinhöfl. Geschichten über eine Regensburger Stadttaube (2012 und 2014) als selbständige Veröffentlichungen erscheinen. Außerdem befasst er sich seit vielen Jahren mit dem Werk Richard Wagners (zuletzt 2009: Feen-Liebesverbot-Rienzi) und Giuseppe Verdis (zuletzt 2015: Nabucco-Macbeth-Simone Boccanegra). Neben Bayreuth-Einführungsheften hat er die Handlungen vieler Opern zu Erzählungen umgestaltet. Ferner schreibt er Kammermusik. 2017 erscheint seine größere Erzählung Der Teufel von Stockenfels, in der Motive einer bekannten Sage die Fantasie des Protagonisten Anton verwirren.

Für seine Gedichte und Prosa hat er folgende Auszeichnungen erhalten: Prämierung des Gedichts „Umgedacht“ zur Friedenslesung 2007 des Kulturrings in Berlin e.V. als herausragender Beitrag (10 aus 1345 Einsendungen); Prämierung des Gedichts „Selbstbeschwichtigung“ zum Kyrene-Literaturpreis 2007 als herausragender Beitrag; 2. Preis beim Literaturwettbewerb „Mathematik erzählen“ des Verlages Stories & Friends (2008) für seine Kurzgeschichte Die Wahrscheinlichkeit; Gouden Label des niederländisch/belgischen Klassikportals Klassiek-Centraal (2014) für vier Erzählbände zu Wagners Bühnenwerken.

Rolf Stemmle ist erster Vorsitzender des Verbands deutscher Schriftsteller in Ostbayern (VS-Ostbayern) und von 2013 bis 2017 Vizepräsident der Regensburger Schriftstellergruppe International (RSGI). Seit 2017 ist er einfaches Mitglied der RSGI.

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek


Externe Links:

Literatur von Rolf Stemmle im BVB

Literatur über Rolf Stemmle im BVB

Homepage des Autors

Rolf Stemmle beim Gietl Verlag

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