Info
Dotierung: 15.000 €
Eigene Bewerbung: nein
Vergabe: alle drei Jahre
Ort: Augsburg
Organisation: Stadt Augsburg zusammen mit den Brecht-Erben
Kontakt:

Bertolt-Brecht-Preis

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DDR-Briefmarke zum 90. Geburtstag von Bertolt Brecht, 1988

Der Bertolt-Brecht-Preis ist ein renommierter und hochdotierter Literaturpreis, den die Stadt Augsburg zusammen mit den Brecht-Erben an eine Autorin oder einen Autor der Gegenwart verleiht, deren/dessen Schaffen sich kritisch mit Politik und Gesellschaft auseinandersetzt. Das Werk der/s Ausgezeichneten soll in Beziehung zu Bertolt Brecht stehen und dessen Geist weitertragen.

Der Brecht-Preis wird seit 1995 alle drei Jahre vergeben. Im Jahr 2006 wurde die Verleihung aus Anlass des 50. Todestages Brechts vorgezogen. Seit 2016 wird der Preis alle zwei Jahre verliehen.

Eine Jury aus Literaturwissenschaftlern, Verlegern und Brecht-Erben (2010 Barbara Brecht-Schall) wählt die Preisträgerin/den Preisträger aus. Die Summe von 15.000 Euro Preisgeld setzt sich zusammen aus 12.500 Euro von der Stadt und 2.500 Euro von den Brecht-Erben.

Als erster erhält Franz Xaver Kroetz im Jahr 1995 den Preis, es folgen Robert Gernhardt, Urs Widmer, Christoph Ransmayr und Dea Loher. 2010 geht der Brecht-Preis an Albert Ostermaier, „dessen lyrisches und dramatisches Schaffen, aber auch seine Arbeit als Herausgeber, Hochschullehrer und Festivalleiter von der Reibung an Brechts Werk und Leben geprägt sind“, wie es in der Jurybegründung heißt. Ostermaier leitete von 2006 bis 2008 das Brecht-Festival in Augsburg. In seine Fußstapfen als Bertolt-Brecht-Preisträger tritt 2013 der Schriftsteller Ingo Schulze. Damit erhält die Augsburger Auszeichnung ein Schriftsteller, der seine Wurzeln in der ehemaligen DDR hat. Laut Ansicht der Jury ist der 50-Jährige der hartnäckigste Chronist der deutschen Wiedervereinigung. 2016 und 2018 folgen Silke Scheuermann und Nino Haratischwili.

 

PreisträgerInnen

2018: Nino Haratischwili

2016: Silke Scheuermann

2013: Ingo Schulze

2010: Albert Ostermaier

2006: Dea Loher

2004: Christoph Ransmayr

1998: Robert Gernhardt

1995: Franz Xaver Kroetz