München: The Lovelace
Das Münchner Hotel The Lovelace ist Happening-Lokalität, Pop-up-Projekt, Wohlfühl-, Kunst- und Kulturraum: von 2017 bis 2019 steht es als Zwischennutzungsprojekt zur Verfügung – in unmittelbarer Nähe zum Literaturhaus München. Mit Bars, Läden, einer sehenswerten Aussichtsterrasse und Restaurants lädt es zum Verweilen ein.
Für zwei Jahre haben Michael Kern und sein Geschäftspartner Gregor Wöltje aus den ehemals sterilen Bankräumen ein Gesamtkunstwerk erschaffen. Rund zwei Millionen Euro soll der Umbau gekostet haben. Das Ergebnis ist sehenswert: Allein die sich im dritten Stock befindliche Bar mit ihrem L-förmigen Tresen, der der längste der Stadt sein soll, den von den Wänden rankenden Pflanzen und der gold-verzierten Fassade ist schon einen Besuch wert.
Außenansicht des Lovelace © Lisa Miletic
Die kurze Zeitspanne will genutzt werden. Der Gedanke hinter dem Hotel-Happening ist, dass sich Gäste aus aller Welt mit den hiesigen Stadtbewohnern mischen sollen, um gemeinsam Kultur jeglicher Art zu erfahren. Das Lovelace verbindet Politik mit Pop, Kunst mit Kommerz, Gesellschaft mit Individuum. Ein Ort, an dem alles passieren darf. In den öffentlich zugänglichen Räumen, den Bars, Cafés und Restaurants finden jeden Tag neue Veranstaltungen statt: Modenschauen, Filmvorführungen, Konzerte, Partys, Musik-Events und Lesungen.
Die Bar © Thomas Kiewning
Neben den öffentlichen Räumen befinden sich die 30 Hotelzimmer, ehemalige Büros der Bankvorstände, schalldicht und für jedermann buchbar, wenn auch nicht ganz billig. Dafür bieten die Zimmer gutes Design bis ins Detail, etwa jeweils mit einer eigenen Auswahl von Zeitschriften und Büchern aus dem Buch-Café Lost Weekend in der Schellingstraße. Der dritte Stock, sozusagen Herzstück des Hotels, wartet mit vier Bars, zwei Studios, die für Veranstaltungen gemietet werden können, und einer Terrasse mit Blick auf den Münchner Dom auf. In den Stockwerken darunter kann man durch Pop-up-Läden, einen Barber-Shop, einen Coffee-Shop und vieles andere stöbern.
Blick in die Hotelzimmer © Steve Herud
Auch für die Literatur- und Medienszene ist das Lovelace „the place to be“. Anfang März 2017 versammeln sich hier beispielsweise die Münchner Blogger zu einem Medienkongress, um in Workshops, Talks und einer Party über neue Trends in Marketing, Social Media und alle Themen rund ums digitale Publizieren zu diskutieren. Ein Festival der Digitalen Bohème. Im Februar ist das Magazin Reportagen zu Gast und erzählte Geschichten aus Indien. Im Dezember lauscht man Bibiana Beglau, wie sie aus dem Buch Rave von Reinald Goetz vorliest und den Gästen die Liebesgeschichte zu Münchens ehemaliger Techno-Szene Ende der 1990er-Jahre nochmals ins Bewusstsein ruft. Im November wird es etwas besinnlicher, als Hans Otto Seitscheck sein neues Buch Religionsphilosophie als Perspektive vorstellt.
Außerdem darf das Lovelace auch im Rahmen des 8. Münchner Literaturfestes als Räumlichkeit nicht fehlen. Zum Abschluss des Literaturfestes wird im Hotel eine Indie-Party im Zeichen der Liebe gefeiert. Umrahmt von Musik der Lovelace Hotel Band liest der Zeit-Kolumnist Stephan Porombka aus seinem Buch Es ist Liebe, und Jovana Reisinger und Jörg Sundermeier versetzen die Gäste in die erotische Welt der Jahrhundertwende zurück und rezitieren aus den Tagebüchern Erich Mühsams.
Die Süddeutsche Zeitung hat somit recht, wenn sie behauptet, „ein Ort, der eigentlich viel zu herrlich ist, als dass er in gut zwei Jahren wieder verschwinden muss.“
Das Münchner Hotel The Lovelace ist Happening-Lokalität, Pop-up-Projekt, Wohlfühl-, Kunst- und Kulturraum: von 2017 bis 2019 steht es als Zwischennutzungsprojekt zur Verfügung – in unmittelbarer Nähe zum Literaturhaus München. Mit Bars, Läden, einer sehenswerten Aussichtsterrasse und Restaurants lädt es zum Verweilen ein.
Für zwei Jahre haben Michael Kern und sein Geschäftspartner Gregor Wöltje aus den ehemals sterilen Bankräumen ein Gesamtkunstwerk erschaffen. Rund zwei Millionen Euro soll der Umbau gekostet haben. Das Ergebnis ist sehenswert: Allein die sich im dritten Stock befindliche Bar mit ihrem L-förmigen Tresen, der der längste der Stadt sein soll, den von den Wänden rankenden Pflanzen und der gold-verzierten Fassade ist schon einen Besuch wert.
Außenansicht des Lovelace © Lisa Miletic
Die kurze Zeitspanne will genutzt werden. Der Gedanke hinter dem Hotel-Happening ist, dass sich Gäste aus aller Welt mit den hiesigen Stadtbewohnern mischen sollen, um gemeinsam Kultur jeglicher Art zu erfahren. Das Lovelace verbindet Politik mit Pop, Kunst mit Kommerz, Gesellschaft mit Individuum. Ein Ort, an dem alles passieren darf. In den öffentlich zugänglichen Räumen, den Bars, Cafés und Restaurants finden jeden Tag neue Veranstaltungen statt: Modenschauen, Filmvorführungen, Konzerte, Partys, Musik-Events und Lesungen.
Die Bar © Thomas Kiewning
Neben den öffentlichen Räumen befinden sich die 30 Hotelzimmer, ehemalige Büros der Bankvorstände, schalldicht und für jedermann buchbar, wenn auch nicht ganz billig. Dafür bieten die Zimmer gutes Design bis ins Detail, etwa jeweils mit einer eigenen Auswahl von Zeitschriften und Büchern aus dem Buch-Café Lost Weekend in der Schellingstraße. Der dritte Stock, sozusagen Herzstück des Hotels, wartet mit vier Bars, zwei Studios, die für Veranstaltungen gemietet werden können, und einer Terrasse mit Blick auf den Münchner Dom auf. In den Stockwerken darunter kann man durch Pop-up-Läden, einen Barber-Shop, einen Coffee-Shop und vieles andere stöbern.
Blick in die Hotelzimmer © Steve Herud
Auch für die Literatur- und Medienszene ist das Lovelace „the place to be“. Anfang März 2017 versammeln sich hier beispielsweise die Münchner Blogger zu einem Medienkongress, um in Workshops, Talks und einer Party über neue Trends in Marketing, Social Media und alle Themen rund ums digitale Publizieren zu diskutieren. Ein Festival der Digitalen Bohème. Im Februar ist das Magazin Reportagen zu Gast und erzählte Geschichten aus Indien. Im Dezember lauscht man Bibiana Beglau, wie sie aus dem Buch Rave von Reinald Goetz vorliest und den Gästen die Liebesgeschichte zu Münchens ehemaliger Techno-Szene Ende der 1990er-Jahre nochmals ins Bewusstsein ruft. Im November wird es etwas besinnlicher, als Hans Otto Seitscheck sein neues Buch Religionsphilosophie als Perspektive vorstellt.
Außerdem darf das Lovelace auch im Rahmen des 8. Münchner Literaturfestes als Räumlichkeit nicht fehlen. Zum Abschluss des Literaturfestes wird im Hotel eine Indie-Party im Zeichen der Liebe gefeiert. Umrahmt von Musik der Lovelace Hotel Band liest der Zeit-Kolumnist Stephan Porombka aus seinem Buch Es ist Liebe, und Jovana Reisinger und Jörg Sundermeier versetzen die Gäste in die erotische Welt der Jahrhundertwende zurück und rezitieren aus den Tagebüchern Erich Mühsams.
Die Süddeutsche Zeitung hat somit recht, wenn sie behauptet, „ein Ort, der eigentlich viel zu herrlich ist, als dass er in gut zwei Jahren wieder verschwinden muss.“
The Lovelace – Hotelzimmer (PDF)
The Lovelace – Konzept (PDF)



