Thomas Klupp
Thomas Klupp, geboren 1977, ist Literaturwissenschaftler und Schriftsteller. Er veröffentlicht Romane und ist einige Zeit Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste. Für seine Werke erhält er u.a. den Rauriser Literaturpreis und den Publikumspreis zum Ingeborg-Bachmann-Preis.
Werdegang
Thomas Klupp wird zwar in Erlangen geboren, wächst aber als Sohn eines HNO-Arztes in Weiden auf. Mit 16 fährt er „per Anhalter“ durch Frankreich und die Schweiz, wo er – nach eigenen Angaben – dem „Siddharta-Prinzip“ Hermann Hesses folgen muss. Thomas Klupp macht dann am neusprachigen Kepler-Gymnasium in Weiden sein Abitur, absolviert den Zivildienst und arbeitet als Kamera-Assistent beim Privat-TV-Sender „Oberpfalz-TV“ im oberpfälzischen Amberg. 2001 beginnt er sein Studium („Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“) in Hildesheim. Er wird Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Bella triste.
Hat Thomas Klupp schon in seiner Jugendzeit als „Mittelfeldspieler“ bei der SpVgg Weiden gekickt, spielt er heute in der deutschen Autoren-Nationalmannschaft (Autonama). Thomas Klupp ist seit April 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Universität Hildesheim tätig. Seit 2008 arbeitet er an seiner Dissertation zu „Poetiken zeitgenössischer Romane“ und wird 2013 promoviert. Der Autor lebt wechselweise in Berlin und Hildesheim.
Wichtige Werke (Auswahl)
Erste Texte von Thomas Klupp erscheinen im dem seit November 1996 edierten (alternativen) Weidener Literaturmagazin ocwe / oberpfalz cool weiden erst. Sein Debütroman Paradiso führt den Leser (geographisch) zurück in Klupps Oberpfälzer Heimat: „Ich bin ja in Weiden in der Oberpfalz geboren, und das liegt im tiefsten Ostbayern, gleich bei der tschechischen Grenze. Früher haben sich dort Fuchs und Hase Gute Nacht gesagt, aber als der Eiserne Vorhang fiel, ist dort einiges passiert ...“ Per Auto-Stopp sinniert Alex Böhm, Klupps alter ego, über sein Leben, das seiner Familie und ehemaligen Schulkameraden. Am 15. Februar 2013 erfolgt die Theater-Uraufführung des Roadmovie-Romans im Jugendzentrum Weiden durch das Landestheater Oberpfalz in der Bühnenfassung von Daniel Grünauer und unter der Regie von Marlene Wagner-Müller.
2011 erscheint der satirische Text 9to5 Hardcore, in dem es um Pornographie und den Universitätsbetrieb geht. 2013 erscheint außerdem eine Kurzgeschichte in der Anthologie Auf und davon. Die schönsten Sommer-Reisegeschichten. Im September 2018 folgt sein zweiter Roman Wie ich fälschte, log und Gutes tat. Handlungsort ist Weiden, Klupps Oberpfälzer „Vorzeigekleinstadt“, in welcher er seine Jugendjahre bis zum Abitur verbringt. Mit Marianne Leky ist er Herausgeber der Anthologie Institutsprosa. Zwanzig Jahre Schreibschule Hildesheim (2019).
Preise & Auszeichnungen
2009 wird Thomas Klupp für seinen Debütroman mit dem Förderpreis zum Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet, 2010 erhält er den Rauriser Literaturpreis und den Förderpreis der Kulturstiftung Erlangen. 2011 gewinnt Thomas Klupp den Publikumspreis zum Ingeborg-Bachmann-Preis mit seinem Text 9to5 Hardcore. 2019 erhält er den Publikumspreis des Münchner Literaturfestivals Wortspiele.
Mitgliedschaften
Er ist Mitglied der künstlerischen Leitung des Literaturfestivals Prosanova (2005).
Sekundärliteratur:
http://bachmannpreis.eu/de/autoren/2956, (15.01.2013).
http://www.merkur-zeitschrift.de/2014/06/et-ego-in-hildesheim-prosanova-14/, (10.09.2015).
http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-kessler-debatte-das-leiden-der-arztkinder/9419248.html, (16.11.2015).
http://www.sueddeutsche.de/kultur/thomas-klupp-paradiso-filmriss-1.398695, (21.12.2017).
Baron, Bernhard M. (2011/2012): Klagenfurter Bachmann-Preise 2011: Thomas Klupp erhält den Publikumspreis. In: Literatur in Bayern 27 Nr. 105/106, S. 64.
Bartels, Gerrit (2018): Lügen lieben. Das Leben in der oberpfälzischen Provinz als einziger Fake: Thomas Klupps famos witziger Roman. In: Der Tagesspiegel (Berlin), Kultur, 17. September.
Frömmer, Judith (1997): „Eine alte Welt ist zerbrochen und eine neue dabei entstanden“. Mit Stift und Papier will Thomas Klupp in Tiefenschichten vordringen. In: Oberpfälzer Nachrichten (Weiden i.d. OPf.), 11. April.
Galle, Christoph (2013): Die Entwicklung des deutschen Roadmovie-Romans im Kontext gesellschaftlicher Umbruchsprozesse: Peter Handkes Der kurze Brief zum langen Abschied, Christian Krachts Faserland und Thomas Klupps Paradiso. München [Magisterarbeit 2012, vorgelegt an der Ludwig-Maximilians-Universität München].
Voit, Stefan (2011): Angetrunkenes Wettschwimmen gegen Lektoren. „Maximale Wachheit“: Der in Weiden aufgewachsene Autor Thomas Klupp über seinen Publikumssieg beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2011 [Interview]. In: Der neue Tag (Weiden i.d. OPf.), Nr. 158, Kultur, 12. Juli, S. 7.
Externe Links:
Literatur von Thomas Klupp im BVB
Literatur über Thomas Klupp im BVB
Thomas Klupp, geboren 1977, ist Literaturwissenschaftler und Schriftsteller. Er veröffentlicht Romane und ist einige Zeit Mitherausgeber der Literaturzeitschrift BELLA triste. Für seine Werke erhält er u.a. den Rauriser Literaturpreis und den Publikumspreis zum Ingeborg-Bachmann-Preis.
Werdegang
Thomas Klupp wird zwar in Erlangen geboren, wächst aber als Sohn eines HNO-Arztes in Weiden auf. Mit 16 fährt er „per Anhalter“ durch Frankreich und die Schweiz, wo er – nach eigenen Angaben – dem „Siddharta-Prinzip“ Hermann Hesses folgen muss. Thomas Klupp macht dann am neusprachigen Kepler-Gymnasium in Weiden sein Abitur, absolviert den Zivildienst und arbeitet als Kamera-Assistent beim Privat-TV-Sender „Oberpfalz-TV“ im oberpfälzischen Amberg. 2001 beginnt er sein Studium („Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus“) in Hildesheim. Er wird Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Bella triste.
Hat Thomas Klupp schon in seiner Jugendzeit als „Mittelfeldspieler“ bei der SpVgg Weiden gekickt, spielt er heute in der deutschen Autoren-Nationalmannschaft (Autonama). Thomas Klupp ist seit April 2007 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Literarisches Schreiben und Literaturwissenschaft der Universität Hildesheim tätig. Seit 2008 arbeitet er an seiner Dissertation zu „Poetiken zeitgenössischer Romane“ und wird 2013 promoviert. Der Autor lebt wechselweise in Berlin und Hildesheim.
Wichtige Werke (Auswahl)
Erste Texte von Thomas Klupp erscheinen im dem seit November 1996 edierten (alternativen) Weidener Literaturmagazin ocwe / oberpfalz cool weiden erst. Sein Debütroman Paradiso führt den Leser (geographisch) zurück in Klupps Oberpfälzer Heimat: „Ich bin ja in Weiden in der Oberpfalz geboren, und das liegt im tiefsten Ostbayern, gleich bei der tschechischen Grenze. Früher haben sich dort Fuchs und Hase Gute Nacht gesagt, aber als der Eiserne Vorhang fiel, ist dort einiges passiert ...“ Per Auto-Stopp sinniert Alex Böhm, Klupps alter ego, über sein Leben, das seiner Familie und ehemaligen Schulkameraden. Am 15. Februar 2013 erfolgt die Theater-Uraufführung des Roadmovie-Romans im Jugendzentrum Weiden durch das Landestheater Oberpfalz in der Bühnenfassung von Daniel Grünauer und unter der Regie von Marlene Wagner-Müller.
2011 erscheint der satirische Text 9to5 Hardcore, in dem es um Pornographie und den Universitätsbetrieb geht. 2013 erscheint außerdem eine Kurzgeschichte in der Anthologie Auf und davon. Die schönsten Sommer-Reisegeschichten. Im September 2018 folgt sein zweiter Roman Wie ich fälschte, log und Gutes tat. Handlungsort ist Weiden, Klupps Oberpfälzer „Vorzeigekleinstadt“, in welcher er seine Jugendjahre bis zum Abitur verbringt. Mit Marianne Leky ist er Herausgeber der Anthologie Institutsprosa. Zwanzig Jahre Schreibschule Hildesheim (2019).
Preise & Auszeichnungen
2009 wird Thomas Klupp für seinen Debütroman mit dem Förderpreis zum Nicolas-Born-Preis ausgezeichnet, 2010 erhält er den Rauriser Literaturpreis und den Förderpreis der Kulturstiftung Erlangen. 2011 gewinnt Thomas Klupp den Publikumspreis zum Ingeborg-Bachmann-Preis mit seinem Text 9to5 Hardcore. 2019 erhält er den Publikumspreis des Münchner Literaturfestivals Wortspiele.
Mitgliedschaften
Er ist Mitglied der künstlerischen Leitung des Literaturfestivals Prosanova (2005).
http://bachmannpreis.eu/de/autoren/2956, (15.01.2013).
http://www.merkur-zeitschrift.de/2014/06/et-ego-in-hildesheim-prosanova-14/, (10.09.2015).
http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-kessler-debatte-das-leiden-der-arztkinder/9419248.html, (16.11.2015).
http://www.sueddeutsche.de/kultur/thomas-klupp-paradiso-filmriss-1.398695, (21.12.2017).
Baron, Bernhard M. (2011/2012): Klagenfurter Bachmann-Preise 2011: Thomas Klupp erhält den Publikumspreis. In: Literatur in Bayern 27 Nr. 105/106, S. 64.
Bartels, Gerrit (2018): Lügen lieben. Das Leben in der oberpfälzischen Provinz als einziger Fake: Thomas Klupps famos witziger Roman. In: Der Tagesspiegel (Berlin), Kultur, 17. September.
Frömmer, Judith (1997): „Eine alte Welt ist zerbrochen und eine neue dabei entstanden“. Mit Stift und Papier will Thomas Klupp in Tiefenschichten vordringen. In: Oberpfälzer Nachrichten (Weiden i.d. OPf.), 11. April.
Galle, Christoph (2013): Die Entwicklung des deutschen Roadmovie-Romans im Kontext gesellschaftlicher Umbruchsprozesse: Peter Handkes Der kurze Brief zum langen Abschied, Christian Krachts Faserland und Thomas Klupps Paradiso. München [Magisterarbeit 2012, vorgelegt an der Ludwig-Maximilians-Universität München].
Voit, Stefan (2011): Angetrunkenes Wettschwimmen gegen Lektoren. „Maximale Wachheit“: Der in Weiden aufgewachsene Autor Thomas Klupp über seinen Publikumssieg beim Ingeborg-Bachmann-Preis 2011 [Interview]. In: Der neue Tag (Weiden i.d. OPf.), Nr. 158, Kultur, 12. Juli, S. 7.
