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Geb.: 31. 8.1985 in Tianjin
Yi Luo (r.) bei der Verleihung des Literaturstipendiums des Freistaats Bayern 2016

Yi Luo

Yi Luo wird 1985 in Tianjin in China geboren und lebt seit 2007 in Deutschland. Seit 2011 erscheinen ihre deutsch- und englischsprachigen Comics regelmäßig in verschiedenen Comicmagazinen.

Werdegang

Nach einem Bauingenieursstudium in Shanghai zieht sie 2007 nach Deutschland und studiert Kommunikationsdesign in Augsburg. Seit 2012 ist sie als freie Grafikerin, Illustratorin und Animatorin tätig und arbeitet unter dem Künstlernamen Yinfinity unter anderem für die Süddeutsche Zeitung, deren Jugendmagazin jetzt.de und für das Airberlin Magazin. Von 2015 bis 2021 studiert sie Animation an der Filmakademie Baden Württemberg.

Wichtige Werke (Auswahl)

In Schatz (2012) thematisiert Yi Luo die Beziehung zwischen sich und ihrer Mutter sowie Erinnerung und Heimat. 2014 erscheint ihr selbstproduziertes 28-seitiges Buch Die kleine blaue Melancholie, bestehend aus den beiden autobiografischen Comics „Graces Flasche“ und „The 6th Year“. Ihr Comic Debüt Running Girl erscheint im Mai 2015. Protagonistin ist die junge Chinesin Li, die seit einem Jahr in Deutschland studiert, sich wegen Sprachproblemen allerdings in ihrer neuen Heimat sehr unwohl fühlt und täglich stundenlange Telefongespräche mit ihrem Freund in China führt. Ihre einzige Freude ist ihre Arbeit als Kellnerin in einem Sushi-Restaurant, wo sie sich regelmäßig Geschichten über die Gäste ausdenkt. Nach einem Anruf aus China und einer zufälligen Begegnung beginnt sie schließlich nach und nach, sich ihrer neuen Umgebung zu öffnen.

Preise & Auszeichnungen

Für Schatz erhält sie 2013 die „Lobende Erwähnung“ des ICOM Independent Comic Preises. 2015 wird sie für Die kleine blaue Melancholie mit dem ICOM Independent Comic Preis „Herausragendes Artwork“ ausgezeichnet. Beim Internationalen Comic-Salon Erlangen 2016 stellt Yi Luo ihr neues Buchprojekt vor. Noch im gleichen Jahr erhält sie für selbiges ein Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern

Verfasst von: Marina Babl / Bayerische Staatsbibliothek


Externe Links:

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