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Frequenz: 1929 bis 2012, jährlich
Hg.: Eichendorff-Gesellschaft (Jürgen Daiber, Eckard Grunewald, Gunnar Och, Ursula Regener)
Verlag: De Gruyter
Inhalt: Aufsätze, Rezensionen, Bibliographie

Aurora

Jahrbuch der Eichendorff-Gesellschaft

Aurora, das Jahrbuch der Eichendorff-Gesellschaft, erschien als Fortsetzung des Almanachs Aurora (1929-1943) nach dem Zweiten Weltkrieg erstmals wieder 1953. Seitdem ist das Jahrbuch durch eine zunehmende Öffnung gegenüber dem kulturgeschichtlichen Umfeld von Eichendorffs Leben und Werk und seinen umfangreichen Rezensionsteil zu einem der führenden Publikationsorte und Referateorgane zur klassisch-romantischen Zeit geworden. In jedem Jahrgang findet sich zudem eine Jahresbibliographie zu Eichendorff.

 

   

AURORA, die Jahrgänge 1984 und 1996 // Joseph von Eichendorff (Zeichnung von Franz Kugler)

 

Erstmals wird die Zeitschrift 1929 von Karl von Eichendorff und Adolf Dyroff unter dem Namen romantischer Almanach Aurora unter dem publizistischen Dach der von Karl Schodrok herausgegebenen Monatsschrift Der Oberschlesier in Oppeln publiziert. Danach fungiert Aurora lange Zeit als Jahresgabe der Deutschen Eichendorff-Stiftung (1932-1969). Nachdem sich 1952 die Eichendorff-Stiftung und der Eichendorff-Bund vereinigen, erhält die Aurora den Untertitel „Almanach“. Die Publikationsorte wechseln in dieser Zeit von Oppeln über Neumarkt in der Oberpfalz nach Regensburg.

1969 wird die Vereinigung der Institutionen umbenannt in „Eichendorff-Gesellschaft“, die zunächst vornehmlich in Würzburg wirkt. Die Zeitschrift wird von 1970 bis 2001 als „Jahrbuch der Eichendorff-Gesellschaft für die romantische Zeit“ fortgeführt. Seit 2002 wird Aurora bei Max Niemeyer in Tübingen verlegt (zuvor bei Thorbecke in Stuttgart) und trägt den gekürzten Untertitel „Jahrbuch der Eichendorff-Gesellschaft“. Zeitgleich mit diesem verlegerischen Neubeginn zeichnen durch einen Generationswechsel im Vorstand der Eichendorff-Gesellschaft neue Herausgeber für das Jahrbuch verantwortlich.

 

    

AURORA, die Jahrgänge 2003, 1981 und 2008/2009

 

Im Zuge der Auflösung des Vereins 2012 wir die Zeitschrift eingestellt. Somit gibt es insgesamt 71 Ausgaben der Aurora.  

Der Name „Aurora“ geht auf die Endverse des Liedes Frische Fahrt von Eichendorff zurück und steht nicht nur für den Aufgang einer neuen Sonne durch die Kunst, sondern auch für einen neuen, frischen Morgen. Da der Morgen und der Gruß an diesen ein häufiges Motiv in Eichendorffs Werk darstellt, wurde das Jahrbuch danach benannt, wie in der ersten Ausgabe der Aurora erläutert wird.

 

Frische Fahrt

 

Laue Luft kommt blau geflossen,

Frühling, Frühling soll es sein!!

Waldwärts Hörnerklang geschossen,

Muth'ger Augen lichter Schein;

Und das Wirren bunt und bunter

Wird ein magisch wilder Fluß,

In die schöne Welt hinunter,

lockt dich dieses Stromes Gruß.

 

Und ich mag mich nicht bewahren!

Weit von euch treibt mich der Wind,

auf dem Strome will ich fahren,

Von dem Glanze selig blind!

Tausend Stimmen lockend schlagen,

Hoch Aurora flammend weht,

Fahre zu! Ich mag nicht fragen,

wo die Fahrt zuende geht!

 

 

Verfasser: Leonard Roth / Bayerische Staatsbibliothek
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