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Leonhard Frank mit seiner dritten Frau Charlotte im Juni 1952 (© Bayerische Staatsbibliothek München / Fotoarchiv Timpe)
Dotierung: 4.000 Euro
Eigene Bewerbung: ja
Vergabe: jährlich
Ort: Würzburg
Organisation: Leonhard-Frank-Gesellschaft und Mainfranken Theater Würzburg
Kontakt:

Leonhard-Frank-Preis

Seit 2007 vergibt die Leonhard-Frank-Gesellschaft zusammen mit dem Mainfranken Theater Würzburg den Leonhard-Frank-Preis an Dramatikerinnen und Dramatiker, die sich künstlerisch besonders herausragend mit einer aktuellen sozialen Problematik auseinandersetzen. Das Thema wird jedes Jahr vorgegeben (2007: Ohne Arbeit – ohne Zukunft 2008: Zeitdiagnosen – Glaubenskriege im 21. Jahrhundert; 2009: Deutschland – gestern, heute und morgen; 2010: Amok; 2011: Nacktes Leben; 2012: Macht Spiele!; 2013: Von Geld und Götzen).

Konzepte oder Manuskripte sind an das Mainfranken Theater Würzburg zu schicken. Jede künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema ist erwünscht. Die eingesandten Arbeiten sollten allerdings zur Uraufführung noch frei und mit fünf Darstellern auf der Bühne zu verwirklichen sein. Die Vergabe des nach dem Schriftsteller Leonhard Frank benannten Preises erfolgt jedes Jahr im Juni im Rahmen der Autorentheatertage. In der „Langen Nacht der Autoren“ präsentiert das Mainfrankentheater die drei Finalstücke dem Publikum in Form von szenischen Lesungen. Anschließend kürt die Jury das Siegerstück.

2014 ist alles anders

Roman-Adaptionen sind in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil der Spielpläne  deutschsprachiger Schauspielhäuser geworden. Bildungsauftrag und literarische Form bereichern so deren Repertoire mit neuem Format. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund hat das Mainfranken Theater Würzburg die künstlerische Fragestellung für den Leonhard-Frank-Preis 2014 einmal anders formuliert:

Passend zum Spielzeitthema 2014/2015 „Krieg und Frieden“ – 100 Jahre nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges und 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges – rückt Leonhard Franks Roman Die Jünger Jesu, der im Frühjahr 1945 in Würzburg spielt, in den Mittelpunkt. Das Mainfranken Theater lädt deshalb vom 29. bis 31. Mai 2014 junge Autorinnen und Autoren nach Würzburg ein, um aus diesem Stoff eine Bühnenfassung zu erarbeiten.

Der Leonhard-Frank-Preis ist in diesem Jahr undotiert. Die Kosten für Anfahrt und Unterkunft werden vom Mainfranken Theater gestellt.

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger sind:

2007: Sigrid Behrens mit Unter Tage
2008: Sobo Swobodnik 10: Julia Kandzora mit In Neon
2009: Johanna Kaptein mit BRD-Fragmente
2010: Julia Kandzora mit In Neon
2011: Paul M. Waschkau mit Bei lebendigem Leibe
2012: Sarah Trilsch mit Ich und die Weltmeere. Weil die Tür vom U-Boot klemmte
2013: Heidi Fuchs: Ein trojanisches Kalb
2014: Ulrike Schäfer für ihre Adaption von Leonhard Franks Die Jünger Jesu



Externe Links:

Leonhard-Frank-Gesellschaft e.V.

Mainfranken Theater Würzburg

Zum Leonhard-Frank-Preis 2013 auf nachtkritik.de

Pressemitteilung zur Preisvergabe 2014

 

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