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Geburtsjahr: 1986
Foto: Mithila Borkar

Nathalie Frank

Nathalie Frank studiert Politikwissenschaften in Frankreich, wo sie auch aufwächst, und arbeitet seit 2011 als Kulturmanagerin (LAFT Berlin e.V.) und Guide für das Jüdische Museum Berlin. Seit über 10 Jahren beschäftigt sie sich mit Comics – als Journalistin, Kuratorin und Zeichnerin, schwerpunktmäßig dokumentarisch und autobiografisch, basierend auf einer bewegten internationalen Familiengeschichte.

Darüber hinaus dreht sie Beiträge mit Comic-Autor*innen für Arte Journal. Zusammen mit Lilian Pithan kuratiert sie 2018 die Ausstellung „Zeich(n)en der Zeit – Comic-Reporter unterwegs“ für den Internationalen Comic-Salon Erlangen und das Museum für Kommunikation Berlin.

2021 setzt sich Nathalie Frank mit der Herkunft ihrer jüdischen Familie väterlicherseits aus Nürnberg in dem Comic-Buchprojekt Rückkehr nach Nürnberg auseinander. Das Projekt wird von der Münchner Comic-Künstlerin und Mentorin Barbara Yelin wie folgt eingeschätzt: 

Nathalie Franks autobiografische Spurensuche ihrer jüdischen Familiengeschichte in Deutschland halte ich bereits in der fragmentarischen Skizze erzählerisch und zeichnerisch mit Wucht für überzeugend. Ihre grafische Erzählung vermittelt den Leser*innen ein schmerzhaftes Bewusstwerden einer Heimatlosigkeit; gleichzeitig macht sie empfindlich sichtbar, dass durch die Auslöschung der Spuren jüdischen Lebens im Nationalsozialismus bis heute große Leerstellen in der gesellschaftlichen Erinnerung verblieben sind. Nathalie Franks Sichtbarmachung ihrer eigenen, persönlichen Auseinandersetzung halte ich für ein ungeheuer mutiges, gleichzeitig äußerst wichtiges, zukunftsweisendes Buchprojekt, das mich in seiner Offenheit schon in der Skizzenform zum Denken, zum Lachen, zum Weinen und nicht zuletzt zum Lernen brachte. Eine Erzählung wie ihre ist in der deutschen Comiclandschaft bisher einzigartig.

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek


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