Info
Geb.: 27. 7.1861 in Mering
Gest.: 21.5.1931 in München

Max Hofmann

Max Hofmann wird als Sohn des Bahnmeisters Valentin Hofmann in Mering bei Augsburg geboren. Aufgrund der dienstlichen Versetzungen seines Vaters wächst er in Sauerlach und Landsberg am Lech auf. Im Schuljahr 1873/74 besucht er die Lateinschule, das Gymnasium bei St. Stephan, in Augsburg. Nach dem Besuch der Präparandenanstalt in Landsberg 1876/77, der Ausbildung zum Lehrer am Seminar in Freising 1877-79 und dem Vorbereitungsdienst wird er nach abgelegter Anstellungsprüfung 1883 Lehrer in München. Ein Jahr später heiratet er Maria Voitenleitner. Vom Beginn des neuen Jahrhunderts bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1926 unterrichtet er an der katholischen Knabenschule in der Schwindstraße und lebt in der nahegelegenen Adalbertstraße 49.

1898 und 1901 veröffentlicht Hofmann zwei Gedichtbände in oberbayerischer Mundart: Wia der Schnabi g'wachsen is bei Seitz & Schauer und Weil’s gleich is  Gedichte in oberbayerischer Mundart bei Joseph Drechsler.

Seine Gedichte lassen wiederholt den Lehrer durchscheinen:

Oanser mit der Kraxen

Auf der Gassen gibt’s koan G’scheidern
Als ‘n Kramer-Fritzl – g‘wiß –
In der Schul hat’s seine Mucken;
Allwei er der letzte is.

Heut ham s‘ d‘ Noten kriagt, weil’s Jahr aus;
Schreit am Fritzl oaner zua:
„Gel, muaßt wieder sitzen bleiben,
Vierer, moan i, hätt’st grad gnua!“

„Ja, was glaabst denn?“ sagt der Fritzl;
„Je, Du, Freunderl, den schaugt’s oo;
I hob dösmal lauter Oanser –
Grad a Kraxen ham s‘ halt droo!“

Titelblatt von Wia der Schnabi g'wachsn is von 1898

Er ist Mitglied eines lockeren Zusammenschlusses von in München ansässigen Dialektdichtern um Aloys Dreyer, der ihn „den frohgelaunten Max Hofmann“ nennt (Aloys Dreyer: 70 Jahre im Rucksack. München 1934, S. 81), und dem u.a. Elise Beck, Fritz Druckseis und Wilhelm Dusch angehören.

Er stirbt im Alter von 69 Jahren in München.

Verfasser: Harald Beck / Bayerische Staatsbibliothek

Sekundärliteratur:

Brümmer, Franz (19136): Hofmann, Max. In: Ders.: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Bd. 2, S. 262f.

Alle weiteren biographischen Informationen entstammen dem Personalakt im Staatsarchiv München.


Externe Links:

Werke bei gutenberg.spiegel.de

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