Info
Geb.: 28. 2.1968 in Osnabrück

Jo Lendle

Jo Lendle wird am 28. Februar 1968 in Osnabrück geboren und lebt heute in München. Seit 2014 ist der Autor Verleger der Hanser Literaturverlage. Ehrenamtlich ist Lendle in diversen literarischen Ausschüssen, Vorständen und Jurys tätig. Darüber hinaus veröffentlicht er eigene Romane und tritt als Herausgeber der Zeitschrift Akzente hervor. 

Werdegang

Kurz nach seiner Geburt zieht seine Familie für ein Jahr nach Washington, seine Kindheit verbringt er aber in Göttingen. Ab 1990 studiert er Kulturwissenschaften in Hildesheim und Montreal, zwischen 1991 und 1995 erhält er ein Stipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes. Anschließend studiert Lendle ab 1995 am Leipziger Literaturinstitut und gehört 1997 zur ersten Abschlussklasse des neu gegründeten Instituts. Ab 1997 arbeitet er als Lektor im DuMont Buchverlag in Köln, wo er am Aufbau eines Literaturprogramms mitwirkt. 2006 wird er dort Programmleiter für deutschsprachige Literatur, 2010 schließlich verlegerischer Geschäftsführer.

Neben seiner Arbeit als Lektor leitet Lendle ab 2001 für drei Jahre das Kölner Literatur-Atelier mit und ist als Gastprofessor und Dozent an verschiedenen Hochschulen tätig, u.a. in München, Leipzig, Hildesheim und Bern. Seit 2014 ist Lendle verlegerischer Geschäftsführer des Carl Hanser Verlags und löst damit seinen Vorgänger Michael Krüger ab. Der Autor lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in München.

Wichtige Werke (Auswahl)

Zwischen 1996 und 1997 gibt er die Literaturzeitschrift Edit heraus. Jo Lendles erstes Buch Unter Mardern erscheint 1999 im Suhrkamp Verlag. Es ist ein Band mit 50 Prosaminiaturen, in denen sich die verschiedenen Ich-Erzähler Momentaufnahmen ihrer Kindheit zuwenden. 2008 erscheint sein Debütroman Die Kosmonautin, im Jahr darauf sein zweiter Roman Mein letzter Versuch die Welt zu retten. In der Folgezeit veröffentlicht Lendle zwei weitere Romane, Alles Land (2011) und Was wir Liebe nennen (2013). 2015 übernimmt Jo Lendle die Herausgabe der Zeitschrift Akzente, für dessen Ausgabe er immer einen Mitherausgeber einlädt. Der Roman Eine Art Familie (2021) dreht sich um Lendles eigene Herkunft und seinen Großonkel Ludwig Lendle, der den Schlaf erforschte. Heldin des Romans Die Himmelsrichtungen (2024) ist die Flugpionierin Amelia Earhart. Lendle ist ebenfalls als Übersetzer tätig. 

Preise & Auszeichnungen

Er wird mit diversen Stipendien ausgezeichnet: des Deutschen Literaturfonds (2005), der Kunststiftung NRW (2006) sowie der Robert Bosch Stiftung (2006). Des Weiteren erhält er den Leipziger Förderpreis für Literatur (1997).

Mitgliedschaften

Lendle ist Mitglied im Stiftungsrat des Literaturhauses München, im Verlegerausschuss des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels sowie im Kuratorium des Deutschen Literaturfonds (2017-2022). Darüber hinaus ist er Jurymitglied des Deutschen Buchhandlungspreises (2018-2021), des Heinrich-Heine-Preises der Stadt Düsseldorf und des Friedenspreises des deutschen Buchhandels. Jo Lendle ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland und Mitgründer des PEN Berlin.

Verfasst von: Bayerische Staatsbibliothek


Externe Links:

Website des Autors 

Literatur von Jo Lendle im BVB