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Friedrich Märker, fotografiert von Felicitas Timpe im Lenbachhaus 1954 (© Bayerische Staatsbibliothek München / Fotoarchiv Timpe)
Dotierung: 5.000 Euro
Eigene Bewerbung: nein
Vergabe: jedes Jahr
Ort: Regensburg
Organisation: Stiftung zur Förderung des Schrifttums e.V., c/o Staatliche Bibliothek Regensburg
Kontakt:

Friedrich-Märker-Preis für Essayistik (bis 2002)

Der Vorgängerpreis des Friedrich-Märker-Preises ist der Literaturpreis (oder auch: „Dichterpreis“) der Stiftung zur Förderung des Schrifttums, der 1950, mit finanzieller Unterstützung des Bayerischen Rundfunks, gegründet wird, mit 5.000 DM dotiert ist und im Laufe der Jahre unter anderem an Max Peinkofer, Siegfried von Vegesack, Leonhard Frank, Paula Schlier, Wolfgang Koeppen, Uwe Dick, Ruth Rehmann und Marieluise Fleißer verliehen wird. Zudem vergibt die Stiftung ab 1975 einen undotierten Silbergriffel mit Gravur „für besondere Verdienste um die Vermittlung und Verbreitung des Schrifttums“.

Als der Gründer der Stiftung zur Förderung des Schrifttums, der Schriftsteller und Kulturkritiker Friedrich Märker, im April 1985 stirbt, wird ihm zu Ehren und als Nachfolger des Literaturpreises der Friedrich-Märker-Preis für Essayistik eingerichtet, der von 1986 bis 2002 vergeben wird. Ausgezeichnet werden zeitkritische essayistische Arbeiten. Preisträger sind unter anderem Carl Amery, Rüdiger Safranski und Peter Sloterdijk.

Das Handbuch der Kulturpreise von 1994, erwähnt neben diesen Preisen noch „Ehrengaben“ zu je 3.000 DM und Beihilfen für förderungswürdige oder in Not geratene Persönlichkeiten durch die Stiftung. Das Vergabegremium setzt sich stets aus verschiedenen Institutionen (u.a. Bayerischer Rundfunk, Bayerische Akademie der Schönen Künste, Tukan-Kreis) und Einzelpersonen zusammen.

2002 wird vorerst letztmals ein Preis verliehen. Unter der Präsidentschaft Eberhard Dünningers (gest. 2015) im gleichen Jahr tritt eine Phase der Inaktivität ein, die erst 2019, unter neuem Namen, beendet wird:

In enger Kooperation mit der Stadt Regensburg wird erstmals der neue, mit 5.000 Euro dotierte „Regensburger Preis für Essayistik“ vergeben. Die Stadt Regensburg unterstützt die Preisverleihung selbst mit weiteren 5.000 Euro. Erster Preisträger ist der österreichische Literaturwissenschaftler, Komparatist und Schriftsteller Raoul Schrott. Ausgezeichnet werden sollen stilistisch herausragende Essays, die in deutscher Sprache sowie im Geist des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland verfasst wurden.

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger des Friedrich-Märker-Preises / Regensburger Preises für Essayistik sind:

1986 Martin Gregor-Dellin
1989 Carl Amery
1990 Harald Weinrich
1991 Reinhold Baumgart
1992 Eva Hesse
1993 Karl Heinz Kramberg
1994 Wieland Schmied
1995 Rüdiger Safranski
1996 Christoph Dieckmann
1997 Hans Krieger
2000 Peter Sloterdijk
2001 Peter von Matt
2002 Anita Albus
2019 Raoul Schrott



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