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24.07.2020, 11:04 Uhr
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W.-G.-Sebald-Literaturpreis an Esther Kinsky

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© Yves Noir

Der W.-G.-Sebald-Literaturpreis, der in diesem Jahre erstmals von der Deutschen Sebald Gesellschaft in Verbindung mit den Städten Kempten (Allgäu) und Sonthofen sowie der Gemeinde Wertach vergeben wird, geht an die Schriftstellerin und Übersetzerin Esther Kinsky für ihren Text Kalkstein.

Dies entschied eine fünfköpfige Jury, welcher Hans Jürgen Balmes (S. Fischer Verlag), Prof. Dr. Claudia Öhlschläger (Universität Paderborn), Prof. Dr. Jürgen Ritte (Université Sorbonne Nouvelle Paris), Marie Schmidt (Süddeutsche Zeitung) und Dr. Kay Wolfinger (Ludwig-Maximilians-Universität München) angehören. Der Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird am 21. November 2020 im Rahmen einer literaturwissenschaftlichen Fachtagung in Sonthofen im Oberallgäu verliehen.

Die Jury wählte Esther Kinskys Text unter 900 anonym eingereichten Beiträgen aus. Bewerben konnten sich Autor*innen aus dem In- und Ausland mit einem unveröffentlichten deutschsprachigen Prosatext (Erzählung oder Auszug aus einem größeren Projekt), der sich mit dem Themenkomplex „Erinnerung und Gedächtnis“ beschäftigt. Der Preis widmet sich damit zentralen Themen des im Jahr 2001 verstorbenen Schriftstellers W. G. Sebald.

Zur Begründung ihrer Entscheidung für Kalkstein, den Text von Esther Kinsky, teilte die Jury mit: „Wir zeichnen damit einen Text aus, der in beeindruckender Weise eine Erinnerungspoetik des Gesteins und der Landschaft entfaltet und der die Themen von W.G. Sebalds Werk auf völlig eigenständige Art und Weise artikuliert und weiterführt.“