Das bei Manesse 2025 erschienene, neu übersetzte „Decameron“ ist Lese- und Prachtausgabe zugleich
Zum 650. Todestag hat der Manesse Verlag mit Decameron einen Klassiker der Weltliteratur in der Übersetzung von Luis Ruby neu herausgebracht. Der schmucke Band ist reich illustriert und mit ausführlichen Nachworten versehen. Thomas Lang hat ihn sich angesehen.
*
Nicht viele Bücher werden nach bald 700 Jahren noch gelesen, man zählt ihre Autorinnen und Autoren zu Recht zu den „Ewigen“. Giovanni Boccaccio ist ein aus dem „italienischen“ Dreigestirn bis heute geschätzter, spätmittelalterlicher bzw. frühneuzeitlicher Dichter, neben Francesco Petrarca (Canzoniere) und Dante Alighieri (Commedia). Das Decameron, ein kunstvoll verwobener Zyklus von hundert Novellen, die in einer Rahmenhandlung an zehn Tagen erzählt werden, entfaltet bei aller Fremdheit der geschilderten Welt bis heute erzählerische und poetische Kraft.
Der schwarze Tod
1348 kommt es in Florenz zu einem Ausbruch der Pest. Boccaccio kehrt um diese Zeit aus der Emilia-Romagna in seine toskanische Heimatstadt zurück, womöglich folgte er einem Ruf seines Vaters. In gewisser Hinsicht zählt er zu den Gewinnern der Epidemie, denn seine uneheliche Geburt spielt nun keine Rolle mehr und er kommt erstmals in ein Amt. Zwischen 1348 und 1352 datiert man gewöhnlich die Entstehung des „Zehntagewerks“, wie das Wort „Decamerone“ zu übersetzen ist. Ob die Erschütterung der Seuche den Impuls zum Verfassen des Werks gegeben hat, ist eine moderne Spekulation. Jedenfalls setzt der Dichter selbst die Pest an den Anfang seines Werks. Denn in der Rahmenhandlung fliehen zehn Menschen, sieben Damen und drei Herren, um sich vor dem drohenden Tod zu retten, aufs Land. Hier ist es nicht nur die reinere Luft, sondern eben der das Wort ermöglichende Atem, der sie am Leben erhält. Das mündliche Erzählen hat gegenüber dem Lesen weitere bedeutende Dimensionen, die wir heute gern vergessen.
Den Anspruch für seine Sammlung an kunstvoll nach den Regeln der Schreibkunst ausgearbeiteten Novellen setzt der Dichter mit der Wahl des Titels hoch. Denn das „Hexameron“ oder „Sechstagewerk“ steht für Gottes Erschaffung der Welt in sechs Tagen. Boccaccio schuf einen Kosmos des ihn umgebenden menschlichen Lebens. Häufig gestaltete er dazu vorhandene (antike) europäische, aber auch arabische und indische Erzählstoffe neu.
Mag er am elften Tag geruht haben. Die Reaktionen seiner Umgebung auf das Decameron schreckten ihn bald auf. Um seine ersehnte Berufung zum Priester fürchtend, distanzierte er sich zunehmend von seinem eigenen Werk. Dabei darf man sich nicht vorstellen, dass es sich um ein in zahlreichen Handschriften verbreitetes Buch gehandelt hätte. Ähnlich Petrarca mit seiner Poesie versuchte Boccaccio eher, das Decameron zu verbergen. Nur ausgewählte Freunde sollten lesen, was er geschaffen hatte. So verbreitete sich der bis heute anhaltende Ruf der Sammlung erst ab dem Ende des 15. Jahrhunderts, als der Dichter schon über hundert Jahre tot war.
Das Kreuz mit der Patina
Seinen jüngsten Aufschwung erlebt das Decameron 2020 in der Covid-Pandemie, als die Menschen schnell auf große Seuchen-Erzählungen wie Die Pest von Camus zurückgreifen. Hier offenbart sich eine wichtige Funktion geschriebener Literatur: Sie kann als Speicher Informationen durch die Jahrtausende tragen. Aber eben nicht bloße Informationen – im Gewand von Erzählungen, der Geistesart der Menschen anverwandelt, gibt sie ihr Wissen auf einzigartige Art weiter: nicht reflexiv-rational, nicht auf Mathematik gestützt und mit Studien bestätigt, sondern letztlich am Einzelfall, in Form von Metapher und Handlung.
Epik, Lyrik und Dramatik überliefern und verifizieren seit jeher das Wissen der Menschheit über sich selbst und die Welt in einem anderen als dem wissenschaftlichen Diskurs. Sie sind Kontraerzählungen und stehen schon deshalb in einer informationellen Welt, wie das Web sie ausgebildet hat, unter Druck. Ihre Langsamkeit, die der Prozess der Wahrheitsfindung notwendig mit sich bringt, steht der Verbreitungsgeschwindigkeit von Stimmungen und Informationen in den sozialen Medien zunächst entgegen.
Luis Ruby hat sich der Herausforderung gestellt, das jahrhundertalte, von seiner sprachlichen Gestalt nicht zu trennende Wissen und die Schönheit des Decameron ins heutige Deutsch zu übertragen. In einem ausführlichen Nachwort erläutert der mit dem Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur (2008) und dem Münchner Literaturstipendium (2013) ausgezeichnete Übersetzer, dass ihm die Erhaltung der syntaktischen Bögen und ihrer „Spannung und Weite im Deutschen“ gegenüber anderen Kriterien wie dem Erzählfluss besonders wichtig gewesen sei. Aber auch den zahlreichen Binnenreimen und in die Prosa eingeflochtenen Versen galt es ästhetisch zu begegnen. Schließlich weist Ruby auf die Bedeutung der mittelalterlichen sozialen Ordnung für die Sammlung hin. Ihm habe daran gelegen, „tief in der adelig-patrizischen Geselligkeitskultur Italiens verwurzelte Haltungen konsistent zu vermitteln“.
Kurt Flasch kritisierte Rubys Übersetzung des Decameron, der rund zwanzig weitere vorausgingen, hingegen als zu wenig skrupulös. Alltagssprache stehe neben altertümlich gehobener, der Text zeige an manchen Stellen Patina. Ruby selbst hat sich in seinem Nachwort ausdrücklich gegen die Versuchung einer „Patinierung“ gewandt.
Gesprächstherapie in der Toskana
In einem ausführlichen Nachwort wendet sich der Journalist und Literaturkritiker Ijoma Mangold dem Klassiker der Weltliteratur zu. Er hebt besonders hervor, dass die sexuelle Freizügigkeit, die heutige Leser im Decameron sehen, auf einer „falschen Vertrautheit“ beruhe. Boccaccio sei es keineswegs um eine Art sexueller Emanzipation gegangen, es finde sich in seinen Schilderungen kein utopisches Programm. Vielmehr gehe es vor allem um „realistische Konkretheit“.
Mangold versteht Boccaccio als Moralisten, also einen, der Lehren für sein Publikum bereithält. Er zeige jedoch in keiner Weise die „Strenge und Rigorosität“ eines Dante, der „Furor des Absoluten“ sei ihm scheinbar fremd gewesen. Daran könnten sich die heutigen Gesellschaften im Zeichen von „Unerbittlichkeit und Polarisierung“ ein Beispiel nehmen.
Wiederholt weist Mangold auf die Offenheit und Vieldeutigkeit des Decameron hin. Die Grundsituation, in der zehn vor der Pest aufs Land geflüchtete Menschen sich die Zeit mit Geschichten vertreiben, nennt er eine „Gesprächstherapie in der Toskana“. Am Ende seines Nachworts kommt der Kulturkorrespondent der Zeit wieder auf die erotische Komponente der Novellensammlung zurück und nennt das Decameron ein Werk „der Erwärmung, die auch durch Reibung freigesetzt wird“. Sympathie für die Sinnlichkeit des jahrhundertalten Opus und kritische Distanz zu seiner geistigen Haltung halten sich hier die Waage.
Es sei noch erwähnt, dass der Band mit zahlreichen hochwertig gedruckten Reproduktionen von Bildwerken versehen ist. Verleger Horst Lauinger zeigt in einer kurzen Bemerkung hierzu, wie den Dichter selbst die bildende Kunst inspirierte und er sie verehrte. Giotto etwa setzt Boccaccio in der 5. Novelle des 6. Tages ein Denkmal als „Ideal des neuzeitlichen Künstlers“. Die Auswahl der Reproduktionen beschränkt sich nicht auf die Epoche des Dichters. Vielmehr gesellen sich Bilder Picassos oder Schieles zu den alten Meistern und ergeben so, mit den Worten des Verlegers gesprochen, eine „facettenreiche Werk-Ikonographie“ mit illustrativem Charakter.
Als letzte Besonderheit sei noch auf die Marginalien verwiesen. Der durchgehend zweifarbig, blau und schwarz, gedruckte Band präsentiert Fußnoten als Randnotizen, die auf den üppigen Seitenrändern leicht auffindbar sind, den Lesefluss jedoch in ihrer Beflissenheit, mögliche Wissenslücken auf der Stelle zu schließen, leicht unterbrechen. Lässt man sich darauf ein, schmälert es womöglich den Genuss an Boccaccios so fremden wie vertrauten Erzählungen.
Giovanni Boccacio: Decameron. 100 Novellen. Neu übersetzt von Luis Ruby und mit einem Nachwort von Ijoma Mangold. Manesse Verlag 2025, 880 S.
Das bei Manesse 2025 erschienene, neu übersetzte „Decameron“ ist Lese- und Prachtausgabe zugleich>
Zum 650. Todestag hat der Manesse Verlag mit Decameron einen Klassiker der Weltliteratur in der Übersetzung von Luis Ruby neu herausgebracht. Der schmucke Band ist reich illustriert und mit ausführlichen Nachworten versehen. Thomas Lang hat ihn sich angesehen.
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Nicht viele Bücher werden nach bald 700 Jahren noch gelesen, man zählt ihre Autorinnen und Autoren zu Recht zu den „Ewigen“. Giovanni Boccaccio ist ein aus dem „italienischen“ Dreigestirn bis heute geschätzter, spätmittelalterlicher bzw. frühneuzeitlicher Dichter, neben Francesco Petrarca (Canzoniere) und Dante Alighieri (Commedia). Das Decameron, ein kunstvoll verwobener Zyklus von hundert Novellen, die in einer Rahmenhandlung an zehn Tagen erzählt werden, entfaltet bei aller Fremdheit der geschilderten Welt bis heute erzählerische und poetische Kraft.
Der schwarze Tod
1348 kommt es in Florenz zu einem Ausbruch der Pest. Boccaccio kehrt um diese Zeit aus der Emilia-Romagna in seine toskanische Heimatstadt zurück, womöglich folgte er einem Ruf seines Vaters. In gewisser Hinsicht zählt er zu den Gewinnern der Epidemie, denn seine uneheliche Geburt spielt nun keine Rolle mehr und er kommt erstmals in ein Amt. Zwischen 1348 und 1352 datiert man gewöhnlich die Entstehung des „Zehntagewerks“, wie das Wort „Decamerone“ zu übersetzen ist. Ob die Erschütterung der Seuche den Impuls zum Verfassen des Werks gegeben hat, ist eine moderne Spekulation. Jedenfalls setzt der Dichter selbst die Pest an den Anfang seines Werks. Denn in der Rahmenhandlung fliehen zehn Menschen, sieben Damen und drei Herren, um sich vor dem drohenden Tod zu retten, aufs Land. Hier ist es nicht nur die reinere Luft, sondern eben der das Wort ermöglichende Atem, der sie am Leben erhält. Das mündliche Erzählen hat gegenüber dem Lesen weitere bedeutende Dimensionen, die wir heute gern vergessen.
Den Anspruch für seine Sammlung an kunstvoll nach den Regeln der Schreibkunst ausgearbeiteten Novellen setzt der Dichter mit der Wahl des Titels hoch. Denn das „Hexameron“ oder „Sechstagewerk“ steht für Gottes Erschaffung der Welt in sechs Tagen. Boccaccio schuf einen Kosmos des ihn umgebenden menschlichen Lebens. Häufig gestaltete er dazu vorhandene (antike) europäische, aber auch arabische und indische Erzählstoffe neu.
Mag er am elften Tag geruht haben. Die Reaktionen seiner Umgebung auf das Decameron schreckten ihn bald auf. Um seine ersehnte Berufung zum Priester fürchtend, distanzierte er sich zunehmend von seinem eigenen Werk. Dabei darf man sich nicht vorstellen, dass es sich um ein in zahlreichen Handschriften verbreitetes Buch gehandelt hätte. Ähnlich Petrarca mit seiner Poesie versuchte Boccaccio eher, das Decameron zu verbergen. Nur ausgewählte Freunde sollten lesen, was er geschaffen hatte. So verbreitete sich der bis heute anhaltende Ruf der Sammlung erst ab dem Ende des 15. Jahrhunderts, als der Dichter schon über hundert Jahre tot war.
Das Kreuz mit der Patina
Seinen jüngsten Aufschwung erlebt das Decameron 2020 in der Covid-Pandemie, als die Menschen schnell auf große Seuchen-Erzählungen wie Die Pest von Camus zurückgreifen. Hier offenbart sich eine wichtige Funktion geschriebener Literatur: Sie kann als Speicher Informationen durch die Jahrtausende tragen. Aber eben nicht bloße Informationen – im Gewand von Erzählungen, der Geistesart der Menschen anverwandelt, gibt sie ihr Wissen auf einzigartige Art weiter: nicht reflexiv-rational, nicht auf Mathematik gestützt und mit Studien bestätigt, sondern letztlich am Einzelfall, in Form von Metapher und Handlung.
Epik, Lyrik und Dramatik überliefern und verifizieren seit jeher das Wissen der Menschheit über sich selbst und die Welt in einem anderen als dem wissenschaftlichen Diskurs. Sie sind Kontraerzählungen und stehen schon deshalb in einer informationellen Welt, wie das Web sie ausgebildet hat, unter Druck. Ihre Langsamkeit, die der Prozess der Wahrheitsfindung notwendig mit sich bringt, steht der Verbreitungsgeschwindigkeit von Stimmungen und Informationen in den sozialen Medien zunächst entgegen.
Luis Ruby hat sich der Herausforderung gestellt, das jahrhundertalte, von seiner sprachlichen Gestalt nicht zu trennende Wissen und die Schönheit des Decameron ins heutige Deutsch zu übertragen. In einem ausführlichen Nachwort erläutert der mit dem Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur (2008) und dem Münchner Literaturstipendium (2013) ausgezeichnete Übersetzer, dass ihm die Erhaltung der syntaktischen Bögen und ihrer „Spannung und Weite im Deutschen“ gegenüber anderen Kriterien wie dem Erzählfluss besonders wichtig gewesen sei. Aber auch den zahlreichen Binnenreimen und in die Prosa eingeflochtenen Versen galt es ästhetisch zu begegnen. Schließlich weist Ruby auf die Bedeutung der mittelalterlichen sozialen Ordnung für die Sammlung hin. Ihm habe daran gelegen, „tief in der adelig-patrizischen Geselligkeitskultur Italiens verwurzelte Haltungen konsistent zu vermitteln“.
Kurt Flasch kritisierte Rubys Übersetzung des Decameron, der rund zwanzig weitere vorausgingen, hingegen als zu wenig skrupulös. Alltagssprache stehe neben altertümlich gehobener, der Text zeige an manchen Stellen Patina. Ruby selbst hat sich in seinem Nachwort ausdrücklich gegen die Versuchung einer „Patinierung“ gewandt.
Gesprächstherapie in der Toskana
In einem ausführlichen Nachwort wendet sich der Journalist und Literaturkritiker Ijoma Mangold dem Klassiker der Weltliteratur zu. Er hebt besonders hervor, dass die sexuelle Freizügigkeit, die heutige Leser im Decameron sehen, auf einer „falschen Vertrautheit“ beruhe. Boccaccio sei es keineswegs um eine Art sexueller Emanzipation gegangen, es finde sich in seinen Schilderungen kein utopisches Programm. Vielmehr gehe es vor allem um „realistische Konkretheit“.
Mangold versteht Boccaccio als Moralisten, also einen, der Lehren für sein Publikum bereithält. Er zeige jedoch in keiner Weise die „Strenge und Rigorosität“ eines Dante, der „Furor des Absoluten“ sei ihm scheinbar fremd gewesen. Daran könnten sich die heutigen Gesellschaften im Zeichen von „Unerbittlichkeit und Polarisierung“ ein Beispiel nehmen.
Wiederholt weist Mangold auf die Offenheit und Vieldeutigkeit des Decameron hin. Die Grundsituation, in der zehn vor der Pest aufs Land geflüchtete Menschen sich die Zeit mit Geschichten vertreiben, nennt er eine „Gesprächstherapie in der Toskana“. Am Ende seines Nachworts kommt der Kulturkorrespondent der Zeit wieder auf die erotische Komponente der Novellensammlung zurück und nennt das Decameron ein Werk „der Erwärmung, die auch durch Reibung freigesetzt wird“. Sympathie für die Sinnlichkeit des jahrhundertalten Opus und kritische Distanz zu seiner geistigen Haltung halten sich hier die Waage.
Es sei noch erwähnt, dass der Band mit zahlreichen hochwertig gedruckten Reproduktionen von Bildwerken versehen ist. Verleger Horst Lauinger zeigt in einer kurzen Bemerkung hierzu, wie den Dichter selbst die bildende Kunst inspirierte und er sie verehrte. Giotto etwa setzt Boccaccio in der 5. Novelle des 6. Tages ein Denkmal als „Ideal des neuzeitlichen Künstlers“. Die Auswahl der Reproduktionen beschränkt sich nicht auf die Epoche des Dichters. Vielmehr gesellen sich Bilder Picassos oder Schieles zu den alten Meistern und ergeben so, mit den Worten des Verlegers gesprochen, eine „facettenreiche Werk-Ikonographie“ mit illustrativem Charakter.
Als letzte Besonderheit sei noch auf die Marginalien verwiesen. Der durchgehend zweifarbig, blau und schwarz, gedruckte Band präsentiert Fußnoten als Randnotizen, die auf den üppigen Seitenrändern leicht auffindbar sind, den Lesefluss jedoch in ihrer Beflissenheit, mögliche Wissenslücken auf der Stelle zu schließen, leicht unterbrechen. Lässt man sich darauf ein, schmälert es womöglich den Genuss an Boccaccios so fremden wie vertrauten Erzählungen.
Giovanni Boccacio: Decameron. 100 Novellen. Neu übersetzt von Luis Ruby und mit einem Nachwort von Ijoma Mangold. Manesse Verlag 2025, 880 S.
