Die Monacensia übernimmt den literarischen Vorlass von Keto von Waberer

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© Heike Bogenberger

Die Monacensia im Hildebrandhaus erwirbt den literarischen Vorlass der Münchner Autorin Keto von Waberer. Damit sichert das Literaturarchiv zentrale Arbeitsmaterialien einer vielfach ausgezeichneten Schriftstellerin, die eng mit der Literaturszene der Stadt verbunden ist. 

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Waberers literarisches Interesse gilt den inneren Zuständen ihrer Figuren, den Übergängen zwischen Traum und Wirklichkeit und weiblichen Emanzipationsprozessen. Seit ihrem 1983 erschienenen Debüt Der Mann aus dem See wird sie von der Kritik als Spezialistin für präzise beobachtete, psychologisch dichte Liebesgeschichten gewürdigt – der Schriftsteller und Verleger Michael Krüger bezeichnete sie einst als „Liebesforscherin“. 

Der Vorlass 

Der Vorlass enthält zahlreiche Fassungen von Romanen und Erzählungen – darunter Schwester, Umarmungen und Die Kuh aus dem Meer – sowie unveröffentlichte Prosa. Ergänzt wird der Bestand durch Glossen, Kindertexte, Übersetzungen, Unterlagen zur Poetik-Gastprofessur in Essen, Materialien zu ihren Creative-Writing-Seminaren an der HFF München sowie durch Presse- und audiovisuelle Dokumente. 

Zur Autorin 

Keto von Waberer (*1942 in Augsburg) studierte Kunst und Architektur in München und Mexiko-Stadt. Sie lebte mehrere Jahre mit ihrer Familie in Mexiko und den USA und war nach ihrer Rückkehr nach Deutschland unter anderem als Architektin, Galeristin und Übersetzerin tätig. Als Journalistin schrieb sie humorvolle Glossen für die Zürcher Weltwoche und Die Zeit und führte Interviews mit Kunstschaffenden wie Joseph Beuys, Keith Haring und Ed Kienholz. 

Seit vielen Jahren lebt Keto von Waberer als freie Autorin in München und ist eng mit der Literaturszene der Stadt verbunden. Neben ihrer literarischen Arbeit engagiert sie sich in der Lehre und unterrichtet unter anderem seit 1998 Creative Writing an der Hochschule für Fernsehen und Film München. Seit 1988 ist sie Mitglied des P.E.N. Für ihr literarisches Werk wurde sie mit dem Schwabinger Kunstpreis (1988) , dem Ernst-Hofrichter-Preis (1996) und dem Literaturpreis der Landeshauptstadt München (2011) ausgezeichnet.

 #FemaleHeritage

Der Ankauf steht exemplarisch für das neue Sammlungsprofil der Monacensia, die im Rahmen des Projekts #FemaleHeritage insbesondere weibliches Kulturerbe sichtbar macht. 

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