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Geburtsjahr: 1946
in Passau
© Dominik Parzinger

Wolfgang Sréter

Wolfgang Sréter wird im Jahre 1946 in der Dreiflüssestadt Passau geboren. Neben seiner Tätigkeit als Autor und Fotograf arbeitet Wolfgang Sréter als Dozent für Kunstvermittlung an der Hochschule für angewandte Wissenschaften in München, wo er heute auch lebt.

Werdegang 

Er wächst in einer deutsch-ungarischen Familie auf und studiert Volkswirtschaft, Soziologie sowie Wirtschafts- und Sozialpädagogik. Zwischen 2008 und 2010 begibt sich Sréter mehrmals ins Westjordanland als Menschenrechtsbeobachter für Peace Watch Switzerland. Fotos und Kurzreportagen, die auf der Reise entstanden sind, werden in Ausstellungen gezeigt. Die Fotoausstellung „Übe das Leben jetzt. Kunst und Kultur in Palästina“ wird 2015 vom Kulturreferat der Stadt München sowie von der Petra-Kelly-Stiftung gefördert. 

Wichtige Werke (Auswahl)

Im Jahr 1988 erscheint Sréters Erzählband Das Iwanbrettl.  2001 schreibt er das Libretto zum Musical Das Cabinet des Doctor Caligari, das von Toni Matheis und Raymund Huber vertont wird, im Auftrag des Landestheaters Niederbayern. 2002 wird sein erster Roman Der falsche Fräser in der edition lichtung veröffentlicht, 2003 erscheint seine CD Blech hören, Blech wörtlich. Zu der Blasmusik von Leo Gmelch liest Wolfgang Sréter oft seine Kurzgeschichten. 

Sein Roman Milenas Erben erscheint 2018, ebenfalls im lichtung verlag. Nach dem Tod einer unbekannten Verwandten in Tschechien machen sich die zerstreuten Angehörigen in Deutschland auf dem Weg, um ihrem Familienmitglied die letzte Ehre zu erweisen und vor allem bei der Testamentseröffnung dabei zu sein. Mit Milenas Erben fängt Sréter die Stimmung der 1990er-Jahre ein und kreiert so eine zusammenprallende Zeitgeschichte der Gesellschaft in Ost und West. 2021 erscheint Herzogs Höhenflüge: Als Konstantin Herzog seinen Freund Fliege erhängt in dessen Wohnung findet, gerät er unfreiwillig in ein Abenteuer, das ihn um die halbe Welt führt. 

Preise & Auszeichnungen

1988 erhält er das Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin. 1989 wird er Preisträger des Kurzprosawettbewerbs der Zeitschrift lichtung, dessen Verlagshaus zukünftig Sréters Werke publiziert. Nach dem Erhalt des Stipendiums für Literatur der Stadt München im Jahr 1993, wird ihm 1999 der Preis des Landestheater Schwaben verliehen. 2005 gewinnt Sréter den Literaturpreis Irseer Pegasus.

Verfasst von: Bayerische Staatsbibliothek / Lea Wittig


Externe Links:

Literatur von Wolfgang Sréter im BVB

Website des Autors