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25.01.2023
18 Uhr
Bayerische Einigung/Bayerische Volksstiftung, Georgenstraße 63, München
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Lesung und Gespräch mit Tiny Stricker

Eine deutsch-britische »Affäre« vor dem aufregenden Hintergrund der Swinging Sixties steht im Zentrum dieses Buchs. Es geht um Teenager-Gefühle, -Sehnsüchte und -Missverständnisse in einer Handlung, die zwischen Deutschland und England hin und her pendelt, während an beiden Schauplätzen, wenn auch auf verschiedene Weise, der Pop seinen Siegeszug vollführt. Rasch verändern sich die Einstellungen der jungen Leute, und Tiny Stricker zeigt die Konflikte, die sich daraus ergeben, aber mehr noch die Euphorie, das Glückserlebnis und die Aufbruchstimmung dieser Jahre. Natürlich spielen auch einige Popsongs und die Empfindungen dabei eine nicht unwesentliche Rolle. Bereits in Büchern wie »Soultime«, »Trip Generation« und »Unterwegs nach Essaouira« hat Tiny Stricker authentisch das Lebensgefühl der Zeit um 1968 zum Ausdruck gebracht. »London, Pop und frühe Liebe« ist der direkte Vorläufer dazu.

Tiny Stricker besuchte das Musische Gymnasium in Lauingen (Donau). Nach dem Abitur 1968 überführte er einen Mercedes nach Täbris. Über die Fahrt und den Aufenthalt im Iran berichtete er in seinem Buch »Ein Mercedes für Täbris«. 1969 reiste er nach Indien und arbeitete einige Zeit im Hafen von Chittagong in Bangladesch. Unterwegs entstand der Reise-Roman »Trip Generation«, der 1970 beim Maro-Verlag erschien und bei der Mainzer Minipressen-Messe zum Alternativbuch des Jahres gewählt wurde. 1970/71 wirkte Stricker als Sänger bei der Musikgruppe Siloah mit, die damals die LP »Siloah« herausbrachte. Seine Erfahrungen mit der Band hat er in dem Buch »Unterwegs nach Essaouira« verarbeitet. Tiny Stricker gilt als einer der Pioniere der deutschen Pop-Literatur. Vor allem der Roman »Trip Generation« wurde stilprägend für das Genre der Roadnovel in Deutschland. Seine Bücher wurden mit den Werken von Jack Kerouac, aber auch mit den Filmen von Jim Jarmusch verglichen. Tiny Stricker studierte in München Anglistik/Amerikanistik und Germanistik. Nach dem Studium ging er 1975 für zwei Jahre als Lektor nach England, arbeitete anschließend als Lehrer in Bayern und ab 1980 beim Goethe-Institut.

Das Literatur Radio Hörbahn lädt zur Radio-Aufzeichnung ein. Es ist eine eher intime, fast familiäre Location in bis zu 20 Zuhörer Platz finden. Es kostet keinen Eintritt und die Zuschauer kommen wie in unser Tonstudio und sind einfach bei der Aufnahme dabei. Eine Voranmeldung als Zuschauer ist wegen der beschränkten Platzanzahl ratsam. E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.



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