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09.03.2026, 10:35 Uhr
Redaktion
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Lyrik im Dialog: Der Podcast mit Empfehlungen zur Leipziger Buchmesse

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V.l.n.r.: Dirk Uwe Hansen, Slata Roschal, Christoph Georg Rohrbach © Literaturportal Bayern

Lyrik im Dialog: Gedichte, die man unbedingt lesen und besprechen sollte! Ein Podcast für Lyrik und Lyrikkritik im Literaturportal Bayern; gefördert vom Kulturreferat der Stadt München

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Lyrik im Dialog ist ein neuer Podcast für Lyrikkritik. Slata Roschal, Christoph Georg Rohrbach und Dirk Uwe Hansen, alle drei selbst als Lyrikschreibende, Lyrikvermittelnde und Lyrikübersetzende tätig, empfehlen in insgesamt sieben über das Jahr verteilten Folgen inspirierende Gedichtbände, die man unbedingt lesen sollte. Dabei widerlegt das Kritikerteam so manche Vorurteile (Lyrik ist weder stets gereimt noch kitschig) und macht mit seiner angeregten Diskussion und den ausgewählten Leseproben Lust auf Gedichte auf feine und kluge Texte.

In der zweite Folge, die ab 13. März hier im Literaturportal verfügbar ist, wird die Lebendigkeit, die „Begehbarkeit“ von Lyrik erneut hörend erfahrbar. So weist Lyrik im Dialog (in dieser Folge als Duo Slata Roschal und Dirk Uwe Hansen) in Erwartung der Leipziger Buchmesse etwa auf das interne Festival Lyrikbuchhandlung hin (Veranstalter: hochroth Verlag) und betont zudem die elementare Bedeutung engagierter Lyrikverlegerinnen und -verleger für den jeweiligen produktiven Schaffensprozess der Dichtenden, hier in Gestalt des jüngst verstorbenen Verlegers Michael Wagner (gutleut verlag): „Ein Mensch, der fähig war, zu schnörkelloser Kritik.“ (Dirk Uwe Hansen)

Lust auf Lesen macht uns das Kritikerteam dieses Mal mit seinen Besprechungen der folgenden drei Gedichtbände:    

Maarja Pärtna, Vivarium (parasitenpresse 2025). Die Gedichte der estnischen Dichterin, „eine Meisterin der unbestimmbaren Bilder“ (Dirk Uwe Hansen), wurden von Maximilian Murmann, der 2021 das Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer erhielt, ins Deutsche übertragen. „Zwischen Erinnerung, Verlust und Zugehörigkeit spürt die estnische Dichterin Maarja Pärtna der Zerbrechlichkeit unserer Zeit nach. Eine stille Meditation über das, was bleibt, wenn alles vergeht.“ (parasitenpresse)

Stefan Schmitzer, space waste (Ritter Verlag 2026). Der österreichische Lyriker widmet sich in originellster, poetischer Weise anhand eines vom Bagger herunterfallenden Müllsackerls der Frage, was sich verschriftlichen lässt und was nicht. „Der rote Faden ist das magische Denken.“ (Slata Roschal) „Man wird auf umwerfende Weise in den Sprachfluss hineingezogen. Ein Text, dem man sich vollkommen überlassen muss.“ (Dirk Uwe Hansen) Dabei inszeniert der Dichter „kühnst“ eine „Art des Upcyclings von lexikalischen und morphologischen Relikten.“ (Ritter Verlag) 

Franziska Ostermann, VERSEN (gutleut verlag 2025). VERSEN“, schwärmt etwa der Dichterkollege Tom Schulz, ist grandios. Diese Gedichte hacken Sie, werte Leser, sie decken Ihre latenten Räume auf und sprechen Ihre neuralen Netzwerke an.“ Franziska Ostermann verdanken wir auch folgendes tröstliches Bonmot: Das Leben ist so vergänglich. Wer kann sich da konzentrieren?“ Bereits das Cover fordert zur kreativen Kontemplation auf. Das Buch ist an sich schon ein Kunstwerk. Ein Werk, das fließt.“ (Dirk Uwe Hansen) Es sind Texte, die man sehr viel mehr als einmal lesen muss und kann.“ (Slata Roschal).      

Lyrik im Dialog setzt darüber hinaus auch auf den Dialog mit seinen Zuhörerinnen und Zuhörern. Das Team freut sich über inspirierende Titelvorschläge! Bitte als PDF an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Die dritte Folge wird dann am 23. April im Literaturportal Bayern zu hören sein.