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24.08.2026, 10:22 Uhr
Redaktion
Betriebsgeflüster

Georg-Büchner-Preis 2026 für Christine Wunnicke

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© Gene Glover

Der mit 50.000 Euro dotierte Georg-Büchner-Preis 2026 geht an die Münchner Schriftstellerin Christine Wunnicke. Sie beeindrucke mit ihrem „stets überraschenden und souverän konzipierten Erzählwerk“, erklärt die Jury.

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Christine Wunnicke arbeitet als freie Autorin für diverse Hörfunksender und veröffentlicht Hörspiele, Romane und Erzählungen. 1999 wird sie mit dem Münchner Literaturstipendium und 2025 mit dem Jean-Paul-Preis ausgezeichnet. In ihrem jüngsten Roman Wachs (2025) werden zwei Frauenleben mit den Herausforderungen des vorrevolutionären Paris des 18. Jahrhunderts konfrontiert. Eine Rezension des Romans ist auch im Literaturportal Bayern zu lesen.

Die Jury erklärt: „Christine Wunnickes brillante Kunst macht im vermeintlich Historischen das Fiktionale sichtbar und ermöglicht so einen entlarvenden Blick auf die europäische Wissenschafts- und Kolonialgeschichte, ohne dabei die Empathie für ihre Figuren zu verleugnen.“

Der seit 1951 vergebene Georg-Büchner-Preis gilt als die wichtigste literarische Auszeichnung im deutschsprachigen Raum. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung vergibt ihn an Schriftstellerinnen und Schriftsteller, die in deutscher Sprache schreiben und „an der Gestaltung des gegenwärtigen deutschen Kulturlebens wesentlichen Anteil haben", heißt es in der Satzung. Die Preisverleihung soll am 24. Oktober im Staatstheater in Darmstadt stattfinden.