Info
Geb.: 19. 3.1946 in Fürth
© Mathias Bothor Photoselection

Joachim Sartorius

Der Lyriker und Übersetzer Joachim Sartorius ist am 19. März 1946 in Fürth geboren. Als Sohn eines Diplomaten reist er bereits früh sehr viel außerhalb Deutschlands und besucht dabei Schulen in Tunesien, im Kongo und in Kamerun. 1963 legt er die mit dem Abitur vergleichbare Reifeprüfung in Bordeaux ab. Seit 1964 besucht er Hochschulen in München, London, Straßburg und Paris und studiert Rechts- und seit 1968 auch Politikwissenschaften. Im Jahr 1973 legt er sein zweites juristisches Staatsexamen ab und promoviert zum Doktor der Rechte.

Schon immer verbindet Joachim Sartorius seine beiden Interessen, die Politik und die Kultur, miteinander. Von 1974 bis 1986 ist Sartorius als Kultur- und Pressereferent und als deutscher Gesandter tätig. Zeitweise arbeitet er auch als persönlicher Referent der Staatsministerin Hildegard Hamm-Brücher. 1986 bis 1994 ist er Leiter des Berliner Künstlerprogramms des Deutschen Akademischen Austauschdienstes. Seit 1994 ist er Mitglied des Planungsstabes des Auswärtigen Amtes und ein Jahr später ist er Abteilungsleiter für Kulturelle Angelegenheiten bei der Berliner Senatsverwaltung. Wiederum ein Jahr danach wird Joachim Sartorius zum Generalsekretär des Goethe-Instituts in München ernannt. Von 2001 bis Ende 2011 ist er für zehn Jahre Intendant der Berliner Festspiele. Joachim Sartorius ist Mitglied im Stiftungsrat des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels. Außerdem ist er als Herausgeber der Zeitschrift Sprache im technischen Zeitalter zusammen mit Norbert Miller tätig. Er ist Teil der Jury des jährlich verliehenen Friedrich-Gundolf-Preises. Darüber hinaus ist er Mitglied des PEN Zentrum Deutschland und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

Joachim Sartorius hat bei seiner Arbeit als Übersetzer mehrere moderne, amerikanische Dichter in die deutsche Sprache übersetzt, dazu gehören unter anderem Wallace Stevens oder John Ashbery. Zusätzlich ist er als Herausgeber, sowohl für Übersetzungen als auch für lyrische Bände und verschiedene Anthologien, tätig.

Seine Gedichte veröffentlicht er in fünf Bänden, die in vierzehn Sprachen übersetzt werden: sage ich zu wem, Der Tisch wird kalt, Keiner gefriert anders, In den ägyptischen Filmen und Ich habe die Nacht. Zusätzlich gibt er seine Erfahrungen im Ausland in verschiedenen Reiseerzählungen wie beispielsweise Die Prinzeninseln von 2009 oder Städte des Ostens von 2015 wieder. Darüber hinaus verfasst Joachim Sartorius auch noch mehrere Bücher, die in Zusammenarbeit mit anderen, oft bildenden, Künstlern entstehen.

Als Auszeichnung seiner Arbeiten hat Joachim Sartorius das Stipendium der Rockefeller Foundation / Bellagio erhalten. Außerdem erhält er die Fellowship des Wissenschaftskollegs Budapest. Darüber hinaus wird er mit dem Paul-Scheerbart Preis ausgezeichnet. 2005 ist Joachim Sartorius Ehrengast des Literarischen März in Darmstadt. 2011 ernennt der französische Kulturminister Frédéric Mitterrand Joachim Sartorius zum "Chevalier dans l'ordre des Arts et des Lettres". 2019 wird er mit dem August-Graf-von-Platen-Preis ausgezeichnet.

Joachim Sartorius lebt in Berlin.




Externe Links:

Joachim Sartorius in der Wikipedia

Autorenprofil des Verlages

Literatur von Joachim Sartorius in der DNB

Kommentar schreiben
Verwandte Inhalte