Adalbert Stifter / Von Linz nach Karlsbad

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Adalbert Stifter. Stahlstich von Karl Mahlknecht, gemalt von Daffinger.

Am 3. Mai 1865 reist Adalbert Stifter (1805-1868) – der wohl bedeutendste Dichter des Biedermeier und Meister der Naturbeschreibung (Der Hochwald, 1841; Der Nachsommer, 1857; Witiko, 1865) – mit der Eisenbahn von Regensburg kommend mit seiner Frau Amalia und seiner Nichte Katharina Mohaupt durch Weiden. In Mitterteich („Mitternich“) muss Stifter in eine Chaise des Fuhrunternehmers und Gastwirts Joseph Wiendl umsteigen, welche die Badegäste – im Auftrag der „k. k. priv. Kaiserin-Elisabeth-Bahn“ Wien – ins böhmische Karlsbad befördert, da die Eisenbahnlinie nach Eger erst am 15. Oktober 1865 eröffnet wird: „Die beschriebene Fahrlinie ist jetzt die am kürzesten dauernde von Linz nach Karlsbad.“

Der Kuraufenthalt soll Stifters Nervenleiden lindern. In seinem Brief aus Karlsbad vom 22. Mai 1865 an Adolf Freiherrn von Kriegs-Au schildert er die genaue Anreise ab Passau.

(Adalbert Stifter: Werke. Briefe. Dritter Band. Pest 1869, S. 128.)


Verfasser: Bernhard M. Baron / Bayerische Staatsbibliothek

Sekundärliteratur:

Baron, Bernhard (2012): Stifter im Stiftland. Wie Adalbert Stifter 1865 nach Mitterteich kam. In: Heimat-Landkreis Tirschenreuth 24 (Pressath), S. 158-162.

Tourismusverband Linz [Konzept: Steiner, Georg; Blöchl, Sandra] (Hg.) (2018): Adalbert Stifter. Der Wegbereiter. Linz.



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