Die Kriegsgefangenen

Ein Vorwort zu den „Drei Stücken“ veröffentlichte Lion Feuchtwanger im Juli 1934 in der Literarischen Monatsschrift Die Sammlung, die von Klaus Mann im holländischen Querido Verlag herausgegeben wurde. Von dieser  Exilzeitschrift erschienen insgesamt vierundzwanzig Ausgaben von September 1933 bis August 1935. Feuchtwanger kommentiert die drei Stücke, die von 1917 bis 1919 in München entstanden sind, „im letzten Drittel des Krieges also und zu der Zeit, da das Schicksal der deutschen Revolution sich entschied“. Es sind dies die Werke: Die Kriegsgefangenen, Neunzehnhundertundachtzehn und Der holländische Kaufmann.

Sie seien aus den damaligen Ereignissen heraus entstanden, so Feuchtwanger, und daher zeitgebunden.

Das äußere Schicksal der drei Stücke war merkwürdig gleichartig. Die Aufführung der Kriegsgefangenen wurde von der Zensur verboten. Das Buch ließ man durch, aber es wurde heftig angepöbelt.

Feuchtwanger erklärt seine Intention:

Das Stück Die Kriegsgefangenen ist 1917 entstanden. Es drängte den Autor, seinen Ekel an der Mentalität des Krieges Wort werden zu lassen.

(Lion Feuchtwanger: Centum Opuscula, S. 400ff.)


Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek / Gunna Wendt

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Die Sammlung, 1. Jahrgang, 1. Heft, September 1933