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Joachim-Friedrich-Straße 34,
10711 Berlin
Website

Mörderische Schwestern e.V.

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Ladies Crime Night in Wilster (Schleswig-Holstein); v.l.n.r.: Anette Schwohl, Bea Milana, Carola Christiansen, Heide Ziefuss, Eva Almstaedt, Anja Marschall, Heike Denzau © privat

Der gemeinnützige Verein Mörderische Schwestern e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, die von Frauen verfasste deutschsprachige Kriminalliteratur umfassend durch verschiedenste Projekte und Aktivitäten zu fördern.

Geschichte

Mitglieder sind Autorinnen, Buchhändlerinnen, Verlegerinnen, Bloggerinnen und Leserinnen v.a. aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus Italien, Großbritannien, Portugal oder den USA. Dies macht die Mörderischen Schwestern zum größten gemeinnützigen Verein deutschsprachiger Kriminalautorinnen in Europa. Seinen Ursprung hat der Verein im internationalen Verband Sisters in Crime Inc., der sich seit 1987 vor allem in den USA für die Förderung von Autorinnen im Krimibereich einsetzt. Die zugehörige deutschsprachige Abteilung Sisters in Crime German Chapter gründen sieben Autorinnen und Krimibegeisterte am 3. Februar 1996 in Frankfurt am Main. Um den Fokus auf deutschsprachige Kriminalliteratur noch stärker zu betonen, gibt sich die Gruppe schon im Jahr 1998 den Beinamen Mörderische Schwestern. Bestrebungen zu mehr Gestaltungsfreiheit führen schließlich zur Loslösung vom US-amerikanischen Dachverband und zur Gründung eines eigenen Vereins im April 2012.

Der Verein ist in 14 Regiogruppen im deutschsprachigen Raum und international organisiert, darunter die Regio Bayern. Die Mörderischen Schwestern Bayern haben ihren Sitz in München.

Tätigkeitsfelder

Das deutschlandweite Netzwerk ermöglicht den Mitgliedern einen freundschaftlich-kollegialen Austausch auf verschiedenen Ebenen: Vorträge, Workshops und ein Mentoringprogramm geben Impulse zur individuellen Weiterbildung, interne Expertinnenlisten helfen bei der Recherche und in regelmäßigen Abständen werden öffentliche Lesungen, sogenannte Ladies Crime Nights, veranstaltet. Die kriminellen Lesungspakete der Regiogruppe Bayern sind für alle Interessierten buchbar. Auf Bundesebene vergibt der Verein ein jährliches Arbeitsstipendium für deutschsprachige Autorinnen und verleiht alle drei Jahre den Preis „Die goldene Auguste“ an eine Person, die sich um den Krimi von Frauen verdient gemacht hat. Die Arbeitsgruppe TransCrime organisiert länderübergreifende Schreib- und Lese-Retreats, Fortbildungen, Schreibtischsitting und Buddy-Börsen und vieles mehr. Das Forschungsprojekt #Frauenzählen macht die Sichtbarkeit von Frauen in der Literatur- und Medienszene deutlich. 

Verfasst von: Bayerische Staatsbibliothek / Marina Babl