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17.05.2019, 12:00 Uhr
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Eine neue Münchner Lesereihe stellt sich vor

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© Mario Steigerwald

Drei Autor.innen: zwei Münchner Lokalmatador.innen und ein Gast

Am 21.05.2019 feiert die neue Münchner Lesereihe LIX Premiere. Dieses Mal mit den Autor.innen Slata Roschal und Vladimir Kholodkov aus München sowie Mehdi Moradpour aus Berlin. Jede Lesung wird durch die Veranstalterinnen eingeführt und von einem Kurzgespräch begleitet, um dem Publikum einen Zugang zu den Texten anzubieten. LIX ist eine unabhängige Lesereihe für gegenwärtige Texte jeder Couleur. Der Fokus des Formats liegt auf einem Neben- oder Miteinander unterschiedlicher Gattungen.

Lyrik trifft hier auf Prosa trifft auf Theatertext, auf genre- und medienübergreifende Kunst. Damit sollen die performativen Qualitäten von Prosa und Lyrik aufgezeigt sowie der Theatertext als Literatur kenntlich gemacht werden. Ziel ist die Präsentation von zeitgenössischer, avantgardistischer und unabhängiger Literatur. Von besonderem Interesse für uns sind Arbeiten, in denen gesellschaftspolitisch relevante Fragestellungen aufgeworfen werden,

sagen die Veranstalterinnen Raphaela Bardutzky, Rebecca Faber und Christina Madenach. Alle drei sind selbst Autorinnen und in der Münchner Literaturszene aktiv. Sie freuen sich über die hochkarätige Besetzung der ersten Veranstaltung.

Wir laden sowohl schon erfolgreiche als auch noch unbekanntere Autor.innen ein. Die Hauptsache ist der literarische Anspruch der Texte. Wir wollen mit unserer Reihe die Vernetzung der Literat.innen fördern sowie einen Austausch mit dem Publikum ermöglichen.

Von links nach rechts: Die Veranstalterinnen Rebecca Faber (© LIX), Raphaela Bardutzky (© Nelly Kufner) und Christina Madenach (© Hubert P. Klotzeck)

Der Name LIX setzt sich zusammen aus dem, was die Lesereihe ist: Literatur im HochX. Das HochX ist eine Spielstätte für Theater und Live Art im Münchner Stadtteil Au. Unterstützt wird die Veranstaltungsreihe durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München und durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Bei der Premiere, LIX #1 sind folgende Autor.innen dabei:

Slata Roschal aus München, geb. in St. Petersburg, studierte Slawistik, Germanistik und Komparatistik in Greifswald und promoviert derzeit an der LMU München. Sie hat bereits zahlreiche Texte (Lyrik, Kurzprosa und Rezensionen) in Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Außerdem ist sie mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden (jüngst 1. Literaturpreis Mecklenburg-Vorpommern). Im Herbst 2019 erscheint ihr erster Lyrikband Wir verzichten auf das gelobte Land bei Reinecke & Voß.

Vladimir Kholodkov aus München, geb. 1987, zog als 13-Jähriger mit seiner Familie von Moskau nach München. Nach dem Abitur studierte er Anglistik und Germanistik an der LMU München. 2017 gewann er das Literaturstipendium der Stadt München, momentan schreibt er an seinem Roman mit dem Arbeitstitel Jago, den er bei LIX vorstellen wird.

Mehdi Moradpour aus Berlin ist Autor, Übersetzer und Dolmetscher (Farsi, Spanisch). Er hat Physik und Industrietechnik im Iran sowie Soziologie, Hispanistik, Amerikanistik und Arabistik in Leipzig und Havanna studiert. Er nahm an Textwerkstätten teil und hat für seine Werke bereits mehrere Preise erhalten. Zum Beispiel FORUM TEXT (Graz), 2015 den Jurypreis des 3. Autorenwettbewerbs der Theater St. Gallen und Konstanz für mumien. ein heimspiel, 2016 den exil-Dramatiker.innenpreis für türme des schweigens, 2017 den Grabbe-Preis für reines land, 2018 den Übersetzungspreis eurodram für ein körper für jetzt und heute. Zahlreiche seiner Stücke wurden veröffentlicht und an Theatern im In- und Ausland aufgeführt.

Die Premiere findet am 21.05.2019 statt, 20-22 Uhr im Auer HochX, Entenbachstraße 37, Eintritt: 9/6 Euro.

Der zweite Termin, LIX #2 ist dann am 18.06.2019 mit folgenden Autorinnen:

Annegret Liepold aus München, geb. 1990, studierte Politik- sowie Literaturwissenschaften in München und Paris. Ihre Kurzgeschichte Schwäne war 2016 als deutscher Beitrag für den New-Voices-Award des PEN-Zentrums nominiert. 2018 erhielt sie das Stipendium der Bayerischen Akademie des Schreibens. Derzeit arbeitet sie an der Publikation einer deutsch-spanischen Lyrik-Anthologie mit und bereitet ihre Promotion vor. Gemeinsam mit dem Musiker Maximilian Pongratz veranstaltet sie musikalische Lesungen.

Lisa Jeschke aus München schreibt Lyrik, macht Theater/Performances und ist Mitherausgeberin des kleinen Lyrikverlags MATERIALIEN. Sie arbeitet derzeit an einer teilweise deutschsprachigen Fassung und Fortsetzung ihres Gedichtbands The Anthology of Poems by Drunk Women (London, 2018). Ihre Performances mit Lucy Beynon – zuletzt The Tragedy of Theresa May (2016) und The Decline and Fall of the Home Office (2018) – wurden u. a. an der Serpentine Gallery, London und beim schamrock Festival, München gezeigt.

Charlotte Warsen aus Berlin wuchs in Haltern am See auf, studierte Malerei und Englisch in Düsseldorf, Köln und Joensuu. Sie promovierte im Fach Philosophie zum Thema Politik des Malens. Veröffentlichungen erschienen u.a. in edit, zweikommasieben, randnummer, und den Anthologien Spitzen, Aus Mangel an Beweisen und Sibyllen & Propheten; ihr erster Gedichtband vom speerwurf zu pferde erschien 2014 bei Luxbooks. Zurzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Forschungsprojekt Kulturtechnik Malen an der Düsseldorfer Kunstakademie und lebt in Berlin.

Die Veranstaltungsreihe soll vier Mal im Jahr stattfinden. Weitere Termine für 2019 sind der 15.10.2019 und der 10.12.2019. Die Bekanntgabe der jeweiligen Autor.innen erfolgt unter: http://theater-hochx.de/lix/



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