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Jan Schönherr erhält Arbeitsstipendium für Übersetzerinnen und Übersetzer 2026

Jan Schönherr erhält das mit 10.000 Euro dotierte Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer. Ausgezeichnet wird der Münchner für seine Übersetzung des Romans Julienne von Scholastique Mukasonga aus dem Französischen ins Deutsche. 

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„Er übersetzt nicht nur Sprache, sondern Atmosphäre, Schmerz und Menschlichkeit. […] Übersetzer wie Jan Schönherr öffnen Türen zu anderen Kulturen und erweitern unseren Blick auf die Welt. Das Arbeitsstipendium des Freistaats Bayern ist eine verdiente Auszeichnung für diese außergewöhnliche Übersetzungskunst“, gibt Kunstminister Markus Blume in München bekannt. 

Bereits zum zweiten Mal erhält Jan Schönherr das Arbeitsstipendium für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer. 2022 wurde er für die Übersetzung des englischsprachigen Romans Glory der simbabwischen Autorin NoViolet Bulawayo ausgezeichnet. 

Die Jurybegründung

In Julienne verarbeitet die ruandische Autorin Scholastique Mukasonga auf Basis ihrer eigenen Erfahrungen den ethnischen Konflikt in Ruanda. Ein Großteil ihrer Familie wurde 1994 Opfer des dortigen Völkermords. Vor dieser Thematik zeige sich Jan Schönherr als äußerst sensibler und genauer Übersetzer, der eine fern anmutende Welt unerwartet nahe bringe, so die Jury. Ferner heißt es, „seiner Version ist große Empathie anzumerken, gleichzeitig arbeitet er durchgehend mit den Mitteln der deutschen Sprache, um eine dem Original entsprechende Wirkung zu erzielen.“

Das Arbeitsstipendium des Freistaates Bayern für literarische Übersetzerinnen und Übersetzer

Das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst vergibt seit 2009 jährlich ein Arbeitsstipendium für ein Übersetzungsvorhaben, um die bedeutende kulturelle Leistung der literarischen Übersetzerinnen und Übersetzer zu würdigen, die die Literatur anderer Sprachen für den größten Teil der Leserschaft erst zugänglich macht. Das Arbeitsstipendium soll es einer literarischen Übersetzerin bzw. einem literarischen Übersetzer ermöglichen, sich einem Übersetzungsvorhaben ohne wirtschaftlich materiellen Zwang zu widmen. Über die Vergabe des Stipendiums entscheidet der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst auf Vorschlag einer Jury, die die eingereichten Eigenbewerbungen prüft.

Der Jury gehören derzeit folgende Mitglieder an: Patricia Klobusiczky, Andrea O’Brien und Thomas Weiler.