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Geb.: 19. 2.1733 in Erringen
Gest.: 13.1.1794, abweich. Datum: 25.3.1793

Meinrad Widmann

Meinrad Widmann ist Benediktiner im Reichsstift Elchingen bei Ulm und legt seine Profess am 10. November 1754 ab. Als entschiedener Aufklärungsgegner macht er sich einen Namen. Sein bekanntestes Buch erscheint 1786 in zwei Bänden u.d.T. Wer sind die Aufklärer? beantwortet nach dem ganzen Alphabeth. Das Werk wird später ergänzt durch vier Bände Freymüthige Anmerkungen zu der Frage: Wer sind die Aufklärer? (1789/90), die ebenfalls in alphabetischer Reihenfolge die Begriffe von A bis Z, z.B. „Abscheuliche“, „Affen“, „Blinde“, „Ceremoniendiebe“, „Dummköpfe“, „Exkommunizierte und Verfluchte“, „Freymaurer“, „Intolerante Insekten“, „Kirchen und Klosterräuber“, „Ohrenbeichtbestürmer“, „After-Philosophen“, „Stolze Spötter“ und „Widersprecher Ihrer selbst“, erläutern.

Widmann schreibt außerdem Dramen, z.B. über die Gründung des Klosters, und nimmt Bezug auf tagesaktuelle Geschehnisse. Darunter finden sich auch Werke, die ein Thema unter verschiedenem Blickwinkel behandeln, z.B. Der Zölibat ist aufgehoben (Lustspiel, 1790) und Noch einmal: Der Zölibat ist nicht aufgehoben (Trauerspiel, 1791).

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek

Sekundärliteratur:

Deutsches Literatur Lexikon (DLL). Biographisch-bibliographisches Handbuch. Begründet von Wilhelm Kosch, fortgeführt von Carl Ludwig Lang. 3., völlig neu bearb. Aufl. 1968ff. Ca. 33 Bde. und 6 Ergänzungsbde. Bd. 31. Bern und Zürich, S. 619f.

Lindner, Pirmin (1880): Die Schriftsteller und die um Wissenschaft und Kunst verdienten Mitglieder des Benediktinerordens im heutigen Königreich Bayern vom Jahre 1750 bis zur Gegenwart. Bd. 2. Regensburg, S. 162f.

Pörnbacher, Karl (2002): Schwäbische Literaturgeschichte. Tausend Jahre Literatur aus Bayerisch Schwaben. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn, S. 182.