Info
Geburtsjahr: 1604
Geburtsdatum unbekannt
Gest.: 22.7.1661 in Pont-à-Mousson i. Lothringen
Kloster Ursberg, Bibliothek, Fresko von Konrad Huber (1796): Reich der Wissenschaften (Ausschnitt)

Johannes Stelz

Die erste Niederlassung des Prämonstratenserordens in Süddeutschland Kloster Ursberg in der Diözese Augsburg zeichnet sich durch eine wohlsortierte kleine Bibliothek mit geschmackvoll eingerichtetem Prunksaal aus. Das Deckenfresko von Konrad Huber (1796) veranschaulicht die Wertschätzung der Wissenschaften und des Buches. Einer der Konventualen ist P. Johannes Stelz.

Von seinen Lebensdaten ist kaum etwas bekannt. P. Johannes Stelz studiert 1604 in Dillingen. Später wird er der Sekretär des Generalvikars des Prämonstratenserklosters und Reformabtes Servais Lairvelz, auf dessen Veranlassung hin er 1606 oder 1614 die Ursberger Chronik schreibt. Von Ursberg weg geht Stelz ins südlich von Metz gelegene Reformkloster Pont-à-Mousson, wo er Kanoniker wird und ebendort am 22. Juli 1661 stirbt.

Nach dem Tod seines Generalvikars schreibt Stelz noch zwei ungedruckt bleibende Werke: Das Leben des Abtes Servais Lairvelz (1635) und eine Geschichte der Ordensreform.

Verfasser: Bayerische Staatsbibliothek / Dr. Peter Czoik

Sekundärliteratur:

Lohmüller, Alfred (1976): Die Bibliothek des Prämonstratenser-Reichsstiftes Ursberg, 1125 bis 1803. In: Jahrbuch des Vereins für Augsburger Bistumsgeschichte e.V., 10. Jg., S. 281-301, hier 294f.

Pörnbacher, Karl (2002): Schwäbische Literaturgeschichte. Tausend Jahre Literatur aus Bayerisch Schwaben. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn, S. 190.


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