Ludwig Thoma auf der Tuften

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Ludwig Thoma vor seinem Landhaus auf der "Tuften" in Rottach, o.D. (Archiv Monacensia)

1908 bezieht Ludwig Thoma auf der Tuften bei Rottach ein stattliches Landhaus, in dem er bis zu seinem Tod 1921 lebt. An seinen Schriftstellerkollegen und Freund Ludwig Ganghofer schreibt er auch vom Jagen und Schießen auf der Tuften:

Ich bin beinah mit einem Einakter fertig. Josef Filser im Coupé I. Klasse, auf der Fahrt in die Stadt. Es gab mir Gelegenheit, die bayer. Bahn, bayer. Beamtenzopf und einen Berliner Geschäftsreisenden und dazu zwei Dachauer Hammel schön zu verulken. Eine Arbeit, weißt Du, die man zu seiner eigenen Freude macht; mühelos und ausgelassen.

Auf der Jagd ist es mir gut gegangen. Hier einen Bock, in Dachau fünf gute Sechser.

Das hiesige Revier ist ein Schmuckkasten. Vor der Blattzeit schieße ich hier möglichst wenig, aber ich pürsche viel herum. Was würde ich mich freuen, Dir hier Plätze zu zeigen, wo man das halbe Altbayern übersieht. (Zit. aus: Ludwig Thoma: Ausgewählte Briefe. Hg. von Josef Hofmiller und Michael Hochgesang. München 1927, S. 183-186)


Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek

Sekundärliteratur:

Tworek, Elisabeth (2011): Literarische Sommerfrische. Künstler und Schriftsteller im Alpenvorland. Ein Lesebuch. Allitera Verlag, München, S. 150, S. 264.



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