Albert von Schirnding / Verspätet zum Dienstantritt

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Albert von Schirnding, Jahressitzung der Bayerischen Akademie der Schönen Künste am 9. Juli 1980 (Bayerische Staatsbibliothek/Timpe).

Im Dezember 1958 wird der Lyriker, Essayist, Übersetzer und Editor Albert von Schirnding (Jg. 1935) als neuer Referendar an das Humanistische Gymnasium (heute Augustinus-Gymnasium) versetzt. Sein Zug ist nicht pünktlich, so dass er gleich zum Dienstantritt und zur beamtenrechtlichen Vereidigung zu spät kommt:

... Weiden in der Oberpfalz [...]

War das nicht eine Bahnhofsstation auf der Strecke von München nach Berlin? [...]

An einem klirrenden kalten Dezembertag ging ich den weiten Weg vom Bahnhof zu meiner Schule, die am anderen Ende des Ortes lag. Die Kälte hatte dem Zug so zugesetzt, daß ich meinen Dienst schon am ersten Tag mit erheblicher Verspätung antrat...

Der feinsinnige humanistische Autor und profilierte Literaturkritiker (Süddeutsche Zeitung) hat schon vorher Beziehungen zu Weiden. 1892 wird hier sein Vater Ottokarl geboren, der bis zu seinem 17. Lebensjahr auf dem nahen Gut Wilchenreuth lebt. Albert von Schirnding, Abteilungsleiter für Literatur der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, ist im Mai 1992 Gast der 8. Weidener Literaturtage „Geschichte in der Literatur“.

(Albert von Schirnding: Meine Universität damals. In: Süddeutsche Zeitung vom 17. November 1990, S. XXI. Vgl. auch ders.: Der unverlorene Sohn. In: Halbkreise. Erzählungen. München 1997, S. 76f., und abrundend: Weiden – Die Pädagogische Provinz. In: Hamlet auf der Akropolis. Erinnerungen an die Schule. Regensburg 2000, S. 10f.)


Verfasser: Bernhard M. Baron / Bayerische Staatsbibliothek

Sekundärliteratur:

Baron, Bernhard M. (2017), Albert von Schirnding in Weiden, In: OBERPFÄLZER HEIMAT, Bd. 61, Weiden i.d.OPf., S. 93 - 102

 



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