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Preisfigur „Momo“ gestaltet von Detlef Kraft © AKJ
Einsendeschluss: 30.09.2019
Dotierung: insgesamt 72.000 €; jeweils 10.000 € in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch; 10.000 € Preis der Jugendjury; 12.000 € Sonderpreis Gesamtwerk; 10.000 € Sonderpreis Neue Talente
Eigene Bewerbung: nein
Vergabe: jählich auf der Frankfurter Buchmesse
Ort: Frankfurt
Organisation: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Kontakt:

Deutscher Jugendliteraturpreis

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Deutscher Jugendliteraturpreis 2018 gestaltet von Bernado P. Carvalho, Preisträger des Deutschen Jugendliteraturpreises 2017

Der Deutsche Jugendliteraturpreis wird seit 1956 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestiftet und jährlich verliehen. Die Organisation von Preisfindung und Bekanntgabe liegt beim Arbeitskreis für Jugendliteratur e.V. Ziel des Deutschen Jugendliteraturpreises ist es, Kinder und Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken und ihnen Orientierungshilfe bei einem schier unüberschaubaren Buchmarkt zu bieten. Ausgezeichnet werden herausragende Werke der Kinder- und Jugendliteratur.

Von Anfang an war der Deutsche Jugendliteraturpreis ein internationaler Preis: Eingereicht werden können neben deutschsprachigen Kinder- und Jugendbüchern genauso Titel fremdsprachiger AutorInnen – soweit sie ins Deutsche übersetzt wurden.

Die Kritikerjury, bestehend aus neun erwachsenen JurorInnen, vergibt den Deutschen Jugendliteraturpreis in den Sparten Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch und Sachbuch. Parallel dazu verleiht die Jugendjury ihren eigenen Preis. Sie setzt sich aus sechs über die Bundesrepublik verteilten Leseclubs zusammen. Die Jurys prüfen die Bücher aus der Produktion des Vorjahres und nominieren davon sechs Titel pro Sparte. Die Nominierungsliste wird jedes Jahr auf der Leipziger Buchmesse verkündet.

Die Nominierungen sind die Grundlage für die Entscheidung der Jurys, die unabhängig voneinander ihre Preise vergeben. Die Kritikerjury zeichnet jeweils ein Buch in den Sparten Bilder-, Kinder-, Jugend- und Sachbuch aus. Die Jugendjury prämiert einen Titel. Die Preise sind mit 10.000 Euro pro Sparte dotiert und können zwischen AutorInnen, IllustratorInnen und ÜbersetzerInnen aufgeteilt werden.

Die Sieger des Deutschen Jugendliteraturpreises werden auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben und die Preise verliehen.

Neben den Spartenpreisen werden 2018 zwei Sonderpreise für deutsche ÜbersetzerInnen vergeben: Der Sonderpreis Gesamtwerk in Höhe von 12.000 Euro sowie der mit 10.000 Euro dotierte Sonderpreis Neue Talente.

Die Preissummen betragen insgesamt 72.000 Euro. Zusätzlich erhalten alle Preisträger eine Skulptur, die Michael Endes Momo darstellt.

 

Die Preisfigur

Seit 1996 erhalten die Preisträger neben der Preissumme auch eine Skulptur: die Momo. Gestaltet wurde die 30 cm hohe Bronzeplastik von dem Bildhauer Detlef Kraft (Darmstadt). Michael Endes gesellschaftskritischer Roman Momo erhielt 1974 den Deutschen Jugendliteraturpreis. Sein Plädoyer für freie, unverplante Zeit scheint heute so notwendig wie damals. Denn die Voraussetzung für kulturelle Erfahrungen überhaupt – und damit auch für das Lesen – ist das Heraustreten aus den Geschwindigkeitsregeln und Effizienzbefehlen der Zivilisation und das Eintreten in die jedem Menschen eigene Zeit. Der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt und ist in Island genauso bekannt wie in Japan oder am Kap der Guten Hoffnung. Diese Internationalität zeichnet auch den Deutschen Jugendliteraturpreis aus, mit dem neben deutschen Originalausgaben seit 1956 auch ins Deutsche übersetzte Bücher aus aller Welt prämiert werden.

 

Sonderpreis Gesamtwerk

Der Sonderpreis wird im Rahmen des Deutschen Jugendliteraturpreises für ein Gesamtwerk im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur verliehen. Der erste Sonderpreis wurde 1991 anlässlich des „35. Geburtstages“ des Deutschen Jugendliteraturpreises gestiftet. Seitdem wird jährlich (mit Ausnahme 1992) im Turnus eine lebende deutsche Autorin, Illustratorin oder Übersetzerin bzw. ein lebender deutscher Autor, Illustrator oder Übersetzer ausgezeichnet. 2018 wird der Sonderpreis Gesamtwerk sowie der Sonderpreis Neue Talente im Bereich Übersetzung vergeben.

 

PreisträgerInnen

2017: Gudrun Pausewang

2016: Klaus Kordon

2015: Sabine Friedrichson

2013: Andreas Steinhöfel

2012: Norman Junge

2011: Tobias Scheffel

2010: Mirjam Pressler

2009: Jutta Bauer

2008: Gabriele Haefs

2007: Kirtsen Boie

2006: Rotraut Susanne Berner

2005: Harry Rowohlt

2004: Benno Pludra

2003: Wolf Erlbruch

2002: Cornelia Krutz-Arnold

2001: Peter Härtling

2000: Nikolaus Neidelbach

1999: Brigitta Kircherer

1998: Peter Hacks

1997: Binette Schröder

1996: Paul Maar

1995: Klaus Esikat

1994: Mirjam Pressler

1993: Josef Guggenmos

1991: Ursula Wölfel

 



Externe Links:

Aktuelle Informationen

Sonderpreis Gesamtwerk 1991-2018

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