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Zentralländstraße 37

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(c) Cowboy Club München

Der Cowboy Club München an der Isar in der Zentralländstraße 37 wird im Jahr 1913 gegründet, ursprüglich als Losverein. Junge Münchner USA-Freunde, darunter Sigi Sommers Vater, Siegfried Sommer senior, genannt Fred, wollen mit einem Gewinn ihre Auswanderung in ihr Sehnsuchtsland finanzieren. Als daraus nichts wird, bleiben sie in München und holen ein Stück Amerika an die Isar. Sie errichten mit Hilfe der Stadt, die ein Gelände zu Verfügung stellt, und der tatkräftigen Unterstützung der US-Armee eine 1963 eingeweihte Ranch mit Saloon, Western-Museum und Reitareal.

Sigi Sommer ist begeisterter Faschingsballgänger und von Kindheit an Indianerfan. Diese Leidenschaft hat er wohl vom Vater übernommen. Der Möbelrestaurateur und Geige spielende Freigeist ist 1913 Mitgründer des Cowboyclubs München in nächster Nähe von Flaucher und Bruderhofstraße, wo später auch Sigi Sommer aufwächst. Fred Sommer vererbt als „Häuptling Abendwind“ seinem Sohn sein Apachenkostüm mit prächtigem Feder-Kopfschmuck. Sigi Sommer beruft sich regelmäßig auf seine Indianeraffinität in seinen Geschichten, die an die Kinderzeitabenteuer erinnern, mit Titeln wie Winnetou auf der Flaucherwiese und Lederstrumpfs Erben. Die Isar heißt bei Sommer mitunter „heimatlicher Missisippi“, Briefe lässt er bisweilen enden mit „deine alte Rothaut“.

 


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Verfasser: Monacensia Literaturarchiv und Bibliothek / Thomas Steierer

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