Info
16.07.2022
09 Uhr
Literaturarchiv Sulzbach-Rosenberg, Rosenberger Str. 9, Sulzbach-Rosenberg
Bis: 23.12.2022
Eintritt: € 3 /.(erm.) 2

Jubiläumsausstellung zu Walter Höllerers Lyrik und ihren Orten

Die Ausstellung Ich sah, ich hörte – benannt nach einem 1963 veröffentlichten Gedicht – spürt dem Zusammenhang zwischen Höllerers Lyrik und biografischen Orten nach: Wie entwickelt sich in Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Orten, Sprachen und Literaturen Höllerers poetologische Konzeption? Welche Rolle spielen die Erfahrungen, die er als Wehrmachtssoldat im Zweiten Weltkrieg machte? Welchen Stellenwert hat seine Heimatstadt?

Von der Jugend bis ins hohe Alter hat Walter Höllerer die Welt schreibend erkundet: Zunächst in traditionellen Formen, dann in Auseinandersetzung mit der literarischen Moderne, schließlich im persönlichen Austausch mit Autorinnen und Autoren aus aller Welt. Mit der Zeit werden seine Gedichte komplexer und länger. Sie breiten sich wie Teppiche aus und sind poetische Landkarten. Für Höllerer waren sie eine folgerichtige Antwort der Literatur auf die Welt des 20. Jahrhunderts, die er Literatur im technischen Zeitalter nannte.

Wiederkehrende Orte prägen nicht nur die Biografie Walter Höllerers, sie sind auch in seinen Gedichten gegenwärtig. Der Elefant von Bernini in Rom, die Chimären an der Kathedrale Notre-Dame in Paris, die Harvard Bridge in Boston, die geteilte Stadt Berlin sowie das oberpfälzische Sulzbach-Rosenberg als Ort, an dem für Walter Höllerer die Welt begann – all diese Stationen sind mit Eindrücken und Erfahrungen verknüpft, die sich in seine Gedichte eingeschrieben haben. Die Ausstellung zeigt die Entstehungsgeschichte der Gedichte und den biografischen Kontext.

Im Dezember 2022 wäre Walter Höllerer 100 Jahre alt geworden.

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9-17 Uhr (außer an Feiertagen), Sonntag 14-17 Uhr



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